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dienstes) samt dem, der den Szepter hält, aus dem Lusthause ausrotten“(1, 5). Aven ist aber auch die hebräische Form des Namens der Stadt On im ägyptischen Nildelta, die später den Namen Heliopolis bekam. Dort war der uralte Kult des Sonnen- gottes, des Re Harachte, zu Hause, dem schon der Begründer der XII. Dynastie, Amenemhet I., um 2000 v. Chr. einen neuen prächtigen Tempel an Stelle eines älteren Heiligtums hatte er- bauen lassen(Steindorff in Baedekers Agypten, 6. Aufl. S. 110). Von dort ist nach dem Zeugnis des Lukian, der um 125 n. Chr. im syrischen Samosata geboren ist, und des Makrobius, eines Schriftstellers aus der Mitte des 5. nachchristlichen Jahrhunderts, das Bild des Sonnengottes nach Baalbek gebracht worden. Auch der ägyptische Kinnbart dieses Gottes an einer Bronzestatuette des Britischen Museums und einer Statue in Graz erinnern an den Zusammenhang mit dem Nillande.
Die Priesterschaft von Heliopolis und ihre Schule, die sich um die religiöse ägyptische Literatur hochverdient gemacht hat, genoss auch im Ausland Ansehen. Wir erfahren z. B., dass IIerodot auf seinen Reisen dieses Heiligtum besucht hat(II, 3). Wie mit dem ägyptischen Pempel, mochte wohl auch mit der syrischen Filiale eine Art Priesterakademie verknüpft gewesen sein, und die offenen Hallen und Exedren, die uns auch in den Anlagen der hellenistischen Gymnasien in Priene und Pergamon bekaunt sind, mögen zum Halten von Lehrvorträgen gedient haben, wie noch heute die Professoren der muhamedanisch-arabischen Welt ihre Studenten in den Arkaden der Moschee um sich ver- sammeln. Auch die Säle, die auf der Ostseite des Altarhofs hinter den Alen liegen, ist man versucht, mit den als Schlaf- und Arbeitsräumen dienenden Seitenlivänen der Gâmia el-Azhar, der Universitätsmoschee in Kairo, zu vergleichen. Das Mobiliar des Studenten ist seine Matte, die ihm als Gebets-, Lern- und Schlaf- teppich dient.
In Baalbek hatte also der orientalische Sonnengott seinen HHerrschersitz aufgeschlagen, ob in der Gestalt des syrischen Baal oder des ägyptischen Re. Nichts war natürlicher, als dass die Seleukiden in ihrem auch sonst bekannten Streben, den Gottes- dienst zu hellenisieren, Zeus an seine Stelle treten liessen. Seine Residenz erhielt die griechische Bezeichnung Heliopolis.(Gruppe, Griech. Mythol. und Religionsgesch. in Müllers Handb. der klass. Altertumsw. V. 2. II p. 1581 Anm. 4).
Im Volksbewusstsein blieb aber der alte Baal immer lebendig.


