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saales in den uns bereits vom Altarhofe her bekannten Formen, die hier nur, wie es dem Hause des Gottes selbst entsprach, noch reicher durchgebildet waren: An Stelle einfacher Pilaster treten auf dem rundumlaufenden Sockel freistehende korinthische Säulen vor die Wandflächen. Die Zwischenräume werden im Untergeschoss von Rundbogennischen, im Obergeschoss von Aediculen mit spitzem Giebel eingenommen. Die Säulchen, die einst diese Giebel trugen, fehlen auch hier, wie im Altarhof, ohne Ausnahme. Auf dem durchlaufenden Gebälk ruhte eine flache Holzdecke, nicht ein Gewölbe, wie man früher annahm. Diese dürfen wir uns wohl nicht kostbar genug vorstellen. Der Libanon lieferte die Zedernstämme.
Die wichtigste Entdeckung in diesem Tempel ist aber die des erhöhten Adyton, des Allerheiligsten. Neun Stufen führten am Cellaende auf ein Podium, und auf diesem erhob sich, wiederum erhöht, auf einem reliefgeschmückten Sockel das eigentliche Adyton. Dasselbe wurde von zwei Halbsäulen in drei Schiffe geteilt. Im südlichen Raum stand ein Opfertisch, den man auf Stufen er- reichte. Im Mittelschiff hatte unter einem wiederum dreiteiligen, baldachinartigen Aufbau das Götterbild seinen Platz. Die Relief- bilder am Sockel sind wohlerhalten: links Dionysos an eine Rebe gelehnt, rechts das Dionysosknäbchen auf dem Panther, von Mänaden und Bacchanten begleitet. Auch die Treppe zu den eine Krypta unter dem Adyton bildenden Gewölben hat sich er- halten. Angesichts dieses erhöhten Adyton, von dem wir jetzt wissen, dass es sich in den meisten syrischen Tempeln findet, hat schon Wood auf die von Lukian(nsœν τν—εν εααν 31) geo- gebene Beschreibung vom Adyton im Tempel des benachbarten Hierapolis hingewiesen:„Das Innere des Tempels bildet nicht ein Ganzes, sondern es ist von demselben ein zweiter Raum abgeteilt (9daaνs), wenn auch nicht durch einen mit Türen versehenen Abschluss von dem ersten gesondert, sondern nach vorn ganz offen, in den man ein paar Stufen hinaufsteigt. In den vorderen grossen Raum des Tempels darf jedermann eintreten, in die zweite Ab- teilung aber nur Priester, und nicht einmal alle Priester, sondern nur diejenigen unter ihnen, welche der Gottheit am nächsten stehen, und denen der gesamte heilige Dienst obliegt. In diesem Raum stehen die Bilder der Götter.“ Besser als durch die im Tempel zu Baalbek gefundene Anlage könnte allerdings diese Beschreibung des griechischen Schriftstellers nicht veranschaulicht werden. Be- merkenswert ist aber vor allem die Übereinstimmung mit den


