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opferaltar zwischen zwei Lustrationsbecken mit reliefgeschmückten Schranken. Dahinter führt die gross angelegte Freitreppe zu dem nochmals 6 m höheren Niveau des Tempels empor, dessen
Der Altarhof.(Phot. Dittrich, Kairo.)
Dach auf 56 Riesensäulen ruht. Der schneebedeckte Libanon im Hintergrund und das reine Blau eines südlichen Himmels darüber vervollständigen das erhabene Bild.
Die Umfassungsmauer des Hofes ist bis zur Sima fast über- all erhalten und trägt vielfach noch die von den Arabern darüber errichteten Zinnen mit ihren Schiessscharten. Wie im ersten Hofe begegnet uns auch hier eine um 3 Stufen erhöhte Hallenanlage. Mit Ausnahme einer Basis und eines monolithen Granitschaftes von 7,08 m Höhe ist von den Säulen an Ort und Stelle nichts mehr erhalten. Man hat sie überallhin entführt, und sie tragen beispielsweise die kleineren Halbkuppeln in den Untergeschossen der Hagia Sophia in Konstantinopel. Da sich neuerdings das zugehörige korinthische Kalksteingebälk gefunden hat, lässt sich diese Halle wohl rekonstruieren: Da fallen besonders der akanthus- geschmückte Fries und eine Palmettendekoration an der Sima


