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am 13. Juli 1254 den Landfrieden geschlossen haben ¹), Heinrich zeichnete nach Reinhard „Kleine Ausführungen“, I. pg. 318, 125³ Henricus de Jsenburg. Somit hatte sich die Teilung des isenburgischen Hauses in 2 Linien: in die isenburgische und die limburgische zwischen 1243 u. 1247 vollzogen. Nur einmal, in einer Urkunde vom J. 1260 ²), findet sich Gerlacus de Jsen- burg, Dominus de Limburg(vergl. Grüsner I. c. pg. 7). Bei der Teilung waren verschiedene Schlösser und Herrschaften im gemeinsamen Besitze geblieben, worüber später Streit entstand. Auf einer Insel in der Nähe von Valendar hat PErzbischof Arnold von Trier— er stammte aus dem isenburgischen Hause und nennt Gerlach und Heinrich consanguineos nostros— als Schiedsriehter am 22. Mai 1258 den Streit gütlich beigelegt Limburg und die Vogtei des dor- tigen Stiftes behielt Gerlach; ihm wurde das Schloss Habecheberg unter gewissen Vorbehalten zugunsten Heinrichs zugesprochen; ferner erhielt er die Herrschaft Schaumburg mit den dazu gehörigen Dörfern, die Schlösser Seckbach, Frauenstein und Staden ³); Cleberg gehörte zu glei- chen Teilen den Brüdern..
Zum Aufschwung Limburgs trug diese Erbteilung der beiden Brüder und die damit ver- bundene Wahl Limburgs als Wohnsitz der Familie Gerlachs I. nicht wenig bei; eine grosse Zahl von ritterbürtigen Geschlechtern nabm in Limburg dauernd oder vorübergehend ihren Sitz.¹)
Im J. 1263. 28. Oktober(Fischer, Geschlechtsregister etc) schloss Gerlach mit seinem Schwager Gottfried, H. von Eppstein und dessen Sohn Gottfried wegen Cleberg einen Vertrag, nach welchem quoscumque custodes seu vigiles in turri de Cleeberg locaverimus iidem sororio nostro Godefrido Domino de Eppinstein et Godetrido filio suo suisque liberis et nobis in custodia — turris— obedientes erunt.(S. Grüsner I. c. pg. 10.) Eine weitere Verminderung des Be- sitzes der Herren von Limburg lag in der Cession des Schlosses Schaumburg an Köln. Die Limb. Chronik berichtet dieses mit folgenden Worten: Item soltu wissen das inne der zit zu Limpurg ein her was der gab das sloiss Schaumberg Bischof Sifried von Cöllen, der dan von Westerburg burtig und geborn was umbe helfe willen; dan es sin eigen was zu Limpurg. (Wyss bemerkt hierzu Il. c. pg. 98]:„Bereits dem Vorgänger Sifrids, dem Erzbischof Engelbert, überliess Gerlach I., Herr zu Limburg, 1266 seinen Teil der Schaumburg“; Annal. für Nass. Altertumsk. I. 2, 104.)
Gerlach, welcher mit den Eppsteinern, denen von Hohenfels, dem Grafen von Salm, den Herren von Blankenheim und von Arnesberg verschwägert war, trat durch die Heirat seiner Tochter Imagina mit dem Grafen Adolf von Nassau in engere Beziehung zu dem Hause Nassau. Die Ehe ward ungefſähr 1271 ⁵) geschlossen, und es erhielt Imagina als Mitgift Anteile der Herren von Limburg an Cleberg und der Grafschaft Gleiberg(die Orte Cleberg, Brandoberndorf, Oberkleen, Ebengöns, Ober- und Niedermörlen, Holzburg, Ockstadt, Eschbach, Pardenbach). ¹)
Bis zum J. 1270 scheinen zwischen dem Herrn der Stadt und der Bürgerschaft friedliche Beziehungen gewaltet zu haben; dass die Verbältnisse in dem 8. Jahrzehnt des Jahrhunderts sich geändert haben, beweisen die noch vorhandenen Urkunden. Von Misshelligkeiten erhalten wir zuerst im J. 1276 Kunde; es betrafen dieselben die Baupolizei in der Stadt.
Wohl zählte Limburg nicht zu den reichsunmittelbaren Städten des Reiches; es erfreute sich aber sehr wichtiger Privilegien. Wenn dieselben auch nicht urkundlich festgestellt sind, so kann man doch die wichtigsten aus verschiedenen Urkunden eruieren, insbes, aus dem Sühne- vertrag, welcher im J. 1279 zwischen der Stadt und Gerlach I. zustande kam, und aus dem limburger Weistum, welches im J. 1374, 5. Juni auf dem ordentlichen Gerichtstage in Limburg durch die Zeugnisse der Schöffen der Stadt festgestellt wurde, welche ihr Zeugnis in Gegen-
Anm. 1) Boehm. loc. c. pg. 93. 3
Anm. ²) Gudenus cod. dipl. tom. 1. Pg. 672.
Anm. ³) S. Corden B. 1§ 588.
Anm, ⁴]) Die Chronik zählt zum J. 1335 dieselben auf. S. die Limb. Chronik pg. 101, woselbst auch die vornehmen Bürger pg. 102 genannt werden.
Anm. ⁵) S. Roth, Geschichte des BRöm. Königs Adolf v. Nassau pg. 38.
Anm. ⁶) Urkundlich finde ich aus dieser Zeit Gerlach erwähnt in Honth. hist. Prev. tom. 1, pg. 793; er er- scheint mit anderen als Bürge bei dem Ehevertrage des Robinus von Covern und der Elisabeth von Eppstein.


