Aufsatz 
Der Abschnitt des Galaterbriefes Cap. III, 15-22 mit besonderer Rücksicht auf Vers 20 ausgelegt : eine exegetische Monographie / vom ... G. W. Matthias
Entstehung
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So* kommt, und der Begriff steht daher sachlich in genauer Beziehung zu SHνοσποα. Dasz es ohne Gerechtigkeit kein ewiges Leben gebe, wird dabei als selhstverständlich voraus- gesetzt. Das Hauptgewicht des Gedankens ruht übrigens, wie schon die Wortstellung anzeigt, nicht auf 9ναουeυ sondern auf 2⁊*ν6ιοσαι Als besonders betontes Moment schlieszt letz- teres einen vorschwebenden Gegensatz in sich. Der Zusammen- hang mit dem Vorhergehenden(vergl III, 11. 12. 14) zeigt diesen deutlich an, und der mit dem Folgenden(vęl. V. 22) dient hierbei zur Bestätigung: es ist der Gegensatz:uud nicht (wie doch der Verheiszung gemäsz feststeht) ν 1τ⁰σντεαας.

Dasz nun die Folgerung:So käme die Gerechtigkeit in Wahrheit aus dem Gesetze der Wirklichkeit widerspreche, ergab schon die äuszere Form des Satzes(das tmperfect mit Ge). Es lag aber in der Natur der Sache, dasz dieser Wider- spruch, da er für den Beweis ein höchst wesenlliches Moment war, nicht blosz indirect angedeutet, sondern direct hervor- gehoben wurde. Und diese Hervorhebung geschieht in dem Satze V. 22*). Das desselben ist also=aher im Wider- spruch hiermite d i.aber zum klaren Beweis dafür, dasz die Gerechtigkeit ceben nicht aus dem Gesetze(ergänze: son- dern der Verheiszung gemäsz ans dem Glauben) komme.

Gestüzt nun ist der geführte Beweis auf eine Thatsache, gegen welche eine Widerrede durchaus nicht möglich var. Es ist die Thatsache,dasz die Schrift(der Schrift aber als dem Worte Gottes kann doch wohl nicht widersprochen werden) Alles ausnahmslos unter die Sünde gebannt habe.Ü Inwiefern aber diese Thatsache dem fraglichen Satze zum Beweise diene, ist klar. Stehen nämlich Alle ohne Ausnahme unter der Herr- schaft der Sünde, so hat eben kein Einziger eine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetze käme d. i. durch Gesetz und Gesetzes- werke erlangt würde, und es erscheint mithin eine dιαινν 22⁵μμον als etwas schlechthin Unerreichbares.

*) Eine specielle Erklärung dieses Verses findet sich in meinem

Galaterbrief S. 139- 144.