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sinn abzweckt, scheint uns nicht zweifelhaft: er sollte dazu dienen, die zu ziehende Folgerung mit der nöthigen Schein- barkeit hinzustellen, Eben daraus aber ergiht sich, dasz der fragliche Ausdruck jede nähere Bestimmtheit verschmähen muszte. Denn wie doch hätte er hier wohl dentlicher lauten sollen? An und für sich betrachtet konnte, wie wir oben bereits nach- wiesen, das 10„ r.οαισ⁴όςσρ 7d⁴dο zweierlei heiszem: 1)„um die Uebertretungen hervorzubringens und 2)„um die Ueber- tretungen zu verhindern.«In der ersten Form aber erschien der Ausdruck, obwohl er die Meinung des Apostels war, als Stützpunkt für den Schlusz V. 21 durchaus nicht brauchbar: denn zwischen Prämisse und Conclusion hätte bei diesem Sinne ein logischer Zusammenhang gar nicht Statt gefunden. In der zweiten Form aber konnte der Satz vo möglich noch viel weniger gebraucht werden. Und zwar ergibt sich dies Letztere sehr deutlich aus zwei Gründen. 1) Der Satz, so ausgesprochen, wäre ein offenbar falscher Satz, der mit der sonstigen Anschauung des Apostels im schroffsten Widerspruche gestanden hätte, zum Stützpunkt eines Trugschlusses aber sich am wenigsten eignete, feil ein Trugschlusz einen falschen Satz lediglich aus einem wahren, nicht aber einen falschen aus einem falschen folgert. 2) Die Frage V. 21 hätte nach diesem Satze bejaht, nicht verneint werden müssen. Bejaht aber würde sie gerade das Gegentheil desjenigen Satzes sein, der nach Maszgabe des 7 27110εκιἀςσερ εαι V. 15 hier zu erwarten war. Es zeigt sich also, dasz eben jene Zweideutigkeit des fraglichen Ausdrucks für den Sinn nicht allein nicht als bedeutungslos, sondern sogar als der eigentliche Angelpunkt der Beweisführung zu betrachten ist.— Allerdiugs nun ist jener Doppelsinn, wie wir hiermit ausdrücklich bemerken wollen, weder für sich noch in Seiner BSezichung zu dem Schlusse V. 21 von den Auslegern bisher erkannt worden. Eben dies aber betrachten wir nächst dem Miszverständnisz. welehes sich unseres Erachtens an das zata V. 21 knüpft, als die wesentliche Ursache davon, dasz die Erklärung nicht blos⸗z von V. 20, sondern namentlich auch von V. 21 bisher nar Ergebnisse geliefert hat, die dem wahren Sinne dieser Stellen nichts weniger als entsprechend scheinen.


