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Gegen diese Ausführungen aber müssen wir, um auf den fremden Standpunkt möglichst genau einzugehen, namentlich Folgendes geltend machen:
1) Nach Vogel war die Tieferstellung des Gesetzes ja schon in diνν αἀέννν Ʒν νέαρ αſαςοι(V. 19) klar ausge- sprochen. Mit Recht also fragen wir: warum hätte Paulus hier noch einmal sagen sollen, was er, noch dazu unmittelbar vorher, bereits gesagt hatte? Tautologieen überhaupt und nun gzar Tautologieen solcher Art finden sich sonst nicht in seinen Schriften.
2) Angenommen, Paulus hätte wirklich gesagt, was er nach Vogel's Ansicht hier gesagt haben soll, so wäre die Art und Weise, wie er sich ausgedrückt haben würde, in der Phat zu verwundern. Ein so schlichter Gedanke(fast könnte er zu wenig bedeutend scheinen) bedurfte auch einer ebenso schlichten Darstellung. Statt ciner solchen aber würde uns hier, wenn wir anders nicht ganz fehlgreifen, eine ebenso gekünstelte wie weithergeholte, ja sogar völlig unklare und spitzfindige Aus- einandersetzung entgegentreten. Dasz aber eine solche eines Apostels nicht würdig wäre, bedarf wohl keiner weiteren Dar- legung.
3) Vogel behauptet zwar,„es störe gar nicht, dasz in vielen Stellen Moses ganz deutlich als der bezeichnet werde, der im Auftrage Gottes mit den Menschen gehandelt habe.“ Zur Begründung hiervon beruft er sich darauf, es finde sich die gleiche Ansicht von Moses als einem Beauftragten der Engel auch in zwei anderen Stellen, einer talmudischen und einer neutestamentlichen, ausgesprochen. Wir jedoch vermögen weder jener Behanptung noch dieser Begründung beizustimmen. Was zunächst die talmudische Stelle betrifft, so findet sich diese im jerusalemischen Talmud Megill. perek IV(Venez. Ausgabe S. 74, d), wo sie in wortgetreuer Uebersetzung*) folgender Maszen lautet:„Rabbi Chagi sagt: Rabbi Samuel, Sohn des
*) Es ist uns diese von einem gründlichen Kenner des Talmud mitgetheilt.


