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anderen Worten, dasz es selbst als zu Gottes Verheiszungen gehörig zu betrachten ist e Es leuchtet ein, dasz dies etwas ganz Anderes ausdrückt, als wenn Paulus den bloszen Genitiv gebraucht und gesagt hätte: 5 00ν„⁴οςι mει 2/rGνν,ĩꝛ r-oë 9α 0; Letzteres würde heiszen:„So gehört das Gesetz wohl zu Gottes Verheiszungen(so nämlich, dasz es eine Verheiszung neben anderen Verheiszungen ist)?« Dies zard mit folgendem Genitiv dagegen heiszt:„So efscheint das Gesetz wohl als zu Gottes Verheiszungen gehörig(so nämlich, dasz es selbst als Ver- heiszung zu betrachten ist) èe Wie also beide Ausdrucksweisen sich unterscheiden, ist nunmehr leicht anzugeben: der blosze Genitiv bezeichnet das Zugehören als ein wirkliches, zar als ein vorgestelltes; jenes also ist eine objective, dies eine sub- jective Weise der Darstellung. Beide Ausdrucksarten sind daher zwar sinnverwandt, jedoch nichts weniger als gleich-— bedeutend. Für die Uebersetzung übrigens hat der Ausdruck: unter den Hegriff wovon gehören“ vielleicht etwas Unge- fälliges, und wir übersetzen deshalb lieber dem Sinne nach: „So erscheint also das Gezetz als begriffen unter Gottes Verheiszungen 2*ε*)
Hier entstehen nun aber zwei Fragen von groszer Wich- tigkeit. Eis sind die folgenden:
1) Ist dieser Gebrauch von zerd aus dem neuen Pesta— ment nachweisbar?
2) Entspricht dem hierauf begründeten Sinne auch klar und genau der Zuzammenhang?
Dice erste dieser Fragey müssen wir verneinen: denn eine neutestamentliche Stelle, in welcher zard ebenso wie in den angeführten classischen vorkäme, vermögen wir nicht nachzu- weisen. So wenig wir aber diese Thatsache in Abrede stellen können, so wenig halten wir sie doch für einen Grund, der uns eine Nöôthigung sein müszte, jene Bedeutung als eine an sich unberechtigte aufzugeben. Man verstehe uns hierbei nicht so,
*) Zur Rechtfertigung dieser Uebersetzung bemerken wir:„er- scheint“ ist hier„ist zu betrachtentt,„begriffen unter Gottes Ver- heiszungen“=„gehörig zum Bereiche dieser Verheiszungen.“


