Aufsatz 
De aureae aetatis fabulae disputatio / vom ... Klingender
Entstehung
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später durch Stich und Holzschnitt vervielfältigt worden. Am 30. Mai 1854 ward er durch aller- höchstes Rescript zum Lehrer des freien Handzeichnens an der höheren Gewerbschule zu Cassel provisorisch allergnädigst bestellt, durch hohen Ministerialbeschluss v. 16. April 1855 endlich mit Ertheilung des Zeichenunterrichts am Gymnasium dahier beauftragt.

Dr. Georg Stephan Lindenkohl, Sohn des 1844 zu Niederkaufungen verstorbenen Lehrers G. Lindenkohl, wurde geboren am 17. März 1823 zu Dennhausen Seine Schulbildung erhielt er auf dem hiesigen Gymnasium, seine akademischen Studien machte er in Marburg von Ostern 1842 an bis in das Sommersemester 1846. Im Nov. 1845 bestand er die theol. Facul- tätsprüfung, im Mai 1846 die theoretische Prüfung für Bewerber um ein Gymnasiallehramt. Unterstützt durch ein von Kurf. Ministerium ihm nach vollendeten Studien bewilligtes sogenanntes Reisestipendium besuchte er im Sommer 1847 mehrere Universitäten Deutschlands, so Jena, Halle, Leipzig, Göttingen und namentlich Berlin. Von Michaelis 1847 an leitete er eine Privat- schule in Oberkaufungen. Im Juli 1849 unterzog er sich der Prüfung pro ministerio bei Rurf. Consistorium zu Cassel und wurde am 20. Juli ordiniert. Durch allerhöchstes Rescript vom 13. Nov. 1849 wurde er zum zweiten Repetenten an der Stipendiatenanstalt zu Marburg er- nannt. Dort nahm er neben seiner amtlichen Thätigkeit das Studium der orientalischen Sprachen wieder auf, gab auch in Verbindung mit dem Prof. Dr. theol. E. Henke Abälard'sSic et Non nach einem codex der Münchener Bibliothek zum ersten Male vollständig heraus, nachdem V. Cousin nur einen kleineren Theil dieses Werkes aus Handschriften der Pariser Bibliothek veröffentlicht hatte.(Petri Abaelardi Sic et Non. Primum integrum ediderunt E. Th. L. Henke, theol. D. et P. P. O. Seminarii theol. Philipp. Ephorus, bibl. acad. Praef., et G. St. Linden- kohl, V. D. M., Seminarii Philipp. Major. Marburgi Cattorum. Sumtibus et typis libr. acad. Elwertianae. 1851. XVI und 444 S.) Ueber dasselbe Werk schrieb er eine Abhandlung(De Petri Abaelardi libro Sic et Non commentatio. Marburgi 1851) und erhielt darauf von der philosophischen Facultät zu Marburg die Doctorwürde. Im März 1851 von der evangelischen Gemeinde zu Messina in Sicilien zu ihrem Prediger berufen, erklärte er unter Genehmigung der ihm vorgesetzten Behörden, dieser Gemeinde fünf Jahre seine Thätigkeit widmen zu wollen, erhielt dazu von Kurf. Consistorium dahier einen fünfjährigen Urlaub und durch allerhöchstes Rescript vom 22. Mai 1851 seine Entlassung vom Repetentenamte. In Messina wirkte er ununterbrochen vom Juni 1851 bis zum Mai 1855 und kehrte dann wieder in seine Heimath zurück. Auf der Rückreise, von Anfang Mai bis Mitte September 1855, verweilte er längere Zeit in Palermo, Neapel, Montecassano, Rom, Florenz, Pisa, Turin und Genf. Zufolge aller- höchster Entschliessung vom 20. Oct. 1855 wurde er durch Beschluss Kurf. Ministeriums vom 24. October 1855 mit Versehung einer Lehrerstelle am hiesigen Gymnasium vom 1. Nov. 1855 an beauftragt. Kleinere Aufsätze sind von demselben in theologischen Zeitschriften mehrere veröffentlicht.

Friedrich Spangenberg, Sohn des Consistorialsecretars Spangenberg zu Hanau, wurde am 27. Juni 1825 zu Hanau geboren. Auf dem dortigen Gymnasium zu den academi-