Aufsatz 
De aureae aetatis fabulae disputatio / vom ... Klingender
Entstehung
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II. Chronik des Gymnasiums.

A. Personalien.

Der bersonalbestand des Lehrercollegiums, wie derselbe im vorjährigen Programm S. 45 angegeben war, erfuhr im Laufe des Schuljahrs mehrfache Veränderungen und ist zur Zeit folgender:

1) ordentliche Lehrer: Dr. Georg Wilhelm Matthias, Director, Dr. Johann Carl Flügel, Dr. Heinrich Riess, Dr. Constantin Schimmelpfeng, Dr. Johann Wilhelm Fürstenau, Dr. Johann Wilhelm Klingender, Gymnasiallehrer Heinrich Philipp Friedrich Maithei, Gymnasiallehrer Johann August Kutsch, Lülia laneier Carl August Friedrich Schorre, Dr. Friedrich Georg Carl Gross;

2) Hülfslehrer: Friedrich Spangenberg;

3) beauftragte Lehrer: Dr. Georg Stephan Lindenkohl, August Preime, Eduard Auth, und für katholischen Religionsunterricht: Caplan Franz Joseph Breidenbach;

4) ausserordentliche Lehrer: Conrad Friedrich Geyer(für Schreiben und Rechnen), August Rosenkranz(für Singen), Carl Gottlob Merkel(für Zeichnen).

Ausgeschieden sind hiernach die Lehrer Henkel, Casselmann, Dr. Buchenau und Rohde.

Der Gymnasiallehrer Henkel wurde unterm 31. August v. J. zum Secretar des Ministe- riums des Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten allergnädigst ernannt, der Gymnasial- lehrer Casselmann unterm 20. October v. J. in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium zu Hanau huldreichst versetzt, Dr. Buchenau unterm 16. Mai v. J. mit Versehung einer Lehrer- stelle am Gymnasium zu Marburg beauftragt, der Zeichenlehrer Rohde endlich, nachdem derselbe an der hiesigen Realschule eine grössere Anzahl von Lehrstunden übernommen hatte, unterm 141. April v. J. auf sein Nachsuchen vom Zeichenunterricht am Gymnasium entbunden.

Zur Personalchronik der neu zugetretenen Lehrer wird Folgendes bemerkt:

Carl Gottlob Merkel, Sohn des verstorbenen Oberhofgerichts- und Consistorial- Advocaten C. G. Merkel zu Leipzig, ward geboren zu Leipzig am 25. December 1817. Er besuchte das Gymnasium zu St. Nicolai in seiner Vaterstadt, um sich dem Studium der Medicin zu widmen. Aufgemuntert jedoch durch den damaligen Director der Kunstakademie zu Leipzig, Veit Hans Schnorr v. Karolsfeld, widmete er sich nach Absolvierung des Gymnasialcursus neben dem Studium der Philosophie den bildenden Künsten. Zunächst betrieb er in Leipzig, dann in Dresden, zuletzt in München(in der letztgenannten Stadt unter Cornelius und Schnorr) seine Studien. Im Jahre 1843 reiste er nach Italien, wo er, grösstentheils in Rom, 2 Jahre zubrachte. Von dort kehrte er nach Sachsen zurück, um daselbst, abwechselnd in Dresden und Leipzig, mehrere Werke christlich-religiösen Inhalts auszuführen. Letztere sind