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Denn in der Annahme, das Gesetz und nicht die Ver- heiszung sei als dasjenige gegeben worden, was da könne lebendig machen, würde nur das liegen, dasz das Gesetz in Bezug auf das Lebendigmachen an die Stelle der Ver- heiszung getreten, keineswegs aber dies, dasz es den Gottesverheiszungen in der genannten Beziehung zu- wider wäüre. Offenbar nämlich kann Etwas an die Stelle einer Sache getreten sein, ohne dasz es deshalb auch das Gegentheil dieser Sache zu sein braucht. Es zeigt sich also, dasz das à069 6 Juνἀμëμμέκνοσ cοντιmQσσσι mit dem„̈ιτο, insofern beide Ausdrücke hier nach ihrem Inhalte mit einander verglichen werden, nichts weniger als identisch ist. Eben damit aber ist ugseres Erachtens nachgewiesen, dasz die Protasis des Satzes- et„ ²⁴σν ⁸ dααμινν, sofern sie als angenommenes Gegentheil von 1πm m(⁶ωνοετο gelten soll, ihrem logischen Inhalt nach mit dem zu begründenden Satze keineswegs in dem nöthigen Einklang steht.
So wesentlich nun das Bedenken ist, welches schon hieraus sich gegen die Richtigkeit der fraglichen Erklärung ergeben dürfte, so ist es dennoch nicht das einzige, ja nicht einmal das bedeutendste, welches wir hier geltend zu machen haben. Weit erheblicher noch erscheint uns ein anderes; wir meinen den Satz:„das Gesetz ist mit
Nichten gegen die Gottesverheiszungen“, insofern wir
als würde der Apostel allzu viel von seinen Lesern verlangt haben, wenn er ihnen nicht blosz die Ergänzung des Satzes: „Wäre nämlich das Gesetz den Verheiszungen zuwider,“ son-
dern auszerdem noch die Ergänzung jenes Dilemma zugemuthet hätte.
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