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nun würde der Satz: nel 700 rl., wenn wir ihn nicht als Folge⸗ V. 6. rungsſatz eines verſchwiegenen, die Annahme eines gegentheiligen Gedan⸗ kens enthaltenden Bedingungsſatzes nehmen wollten, durchaus ohne Sinn ſein, und es erſcheint daher die Ueberſetzung„denn ſonſt“ als eine im Zuſammenhange begründete Nothwendigkeit. Der zu ergänzende Bedin⸗ gungsſatz iſt natürlich aus dem unmittelbar vorhergegangenen 1 ĩ„ένοlro zu entnehmen und lautet nach Maßgabe des durch 1„εένοro vernein⸗ ten Satzes: el A⁶οααο lνν εος ε ιρέοασν mυ oεωꝓφων Statt 61 2 könnte übrigens, ohne daß der Sinn irgend verändert würde, hier eben ſo gut*ᷣ„CUo ſtehen, ein Beweis, daß das„ſonſt“ nicht in enel liegt.— Kowet heißt hier„mag“ oder„ſoll richten“(ſ. Krü⸗ ger Griech. Sprachl.§. 53, 7, A. 3) und ſteht mithin, da der Sinn der Frage negativ iſt, zur Bezeichnung deſſen, was nach Anſicht des Sprechenden darum nicht geſchehen wird, weil es der Natur der Sache nach nicht geſchehen kann. Die invertierte Stellung des Wortes zeigt, daß es das Hauptmoment des Satzes iſt, und daß die Beweisführung V. 7 und s ſich weſentlich um dieſes„oeer dreht. Wie das louœ V. 7 und das„or?uᷣα V. 8 klingt es an das ενεοααι V. 4 deutlich an,— ein ſicheres Zeichen, daß die Argumentation des Apoſtels ſowohl in dieſem als den beiden folgenden Verſen ſich auf das„xœl viepe 8„ 1 ½ομιεμς α ασςε V. 4 ſtützt.— KöG, ¼ο bezeichnet hier, ganz wie V. 19, die Geſammtheit der Menſchen und zwar ohne weiteren Neben⸗ begriff. Durch das Futurum„eek laſſe man ſich übrigens nicht ver⸗ leiten, den Ausdruck„νε 10„„6αοσν etwa mit ſpezieller Beziehung auf das jüngſte Gericht zu faſſen. Der Ausdruck iſt ganz allgemein und ſchließt daher die Anwendung auf das jüngſte Gericht zwar nicht aus, erſcheint jedoch keineswegs auf daſſelbe beſchränkt. Ein Richten Gottes über die Welt iſt z. B. auch das, wenn Gott, wie dies V. 10— 18 geſchieht, in ſeinem Geſetz erklärt, daß alle ohne Ausnahme Sünder ſeien. Was aber heißt„die Welt richten?“ Es heißt„die Welt ſo beurtheilen, wie ſie dem Rechte(der d½α*) nach beurtheilt werden muß.“ Dieſes Recht aber(den Juden im Geſetze, den Heiden im Ge⸗ wiſſen geoffenbart) erfordert, daß der Gute als gut, der Böſe als böſe erkannt und dem Einen wie dem Andern, je nachdem ſein ſittliches We⸗ ſen beſchaffen iſt, der angemeſſene Lohn— dem Guten Gnade, dem Böſen Zorn— widerfahre. Zum Richten Gottes, inſofern es ein Richten über die Welt iſt, gehört hiernach Zweierlei: 1) daß er Alle ohne Ausnahme, nithin nicht bloß Einzelne, richte, 2) daß er Alle nach gleichem Rechte, mithin Keinen nach Anſehn der Per⸗ ſon, richte(ſ. Cap. II, 6 ff.). Beides iſt dem Begriffe gleich weſent⸗


