V. 5.
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d. i. um der bewieſenen dniorl« willen auch über die Juden ergehen ſollte, und zwiſchen der V. 4 angeführten Pſalmſtelle Statt finde. Zu beachten iſt übrigens noch die Inverſion von ddeνοꝓν und d, inſofern dieſe als ein ſicheres Merkmal erſcheint, daß die folgende Argumentation des Apoſtels(V. 6—9) ſich weſentlich um dieſe Begriffe dreht.— Das parenthetiſch beigefügte ard dναοσισιπο έꝓνοσſoll ausdrücklich hervor⸗ heben, daß die läſterlich klingende Rede lediglich als eine aus dem Sinne Anderer angeführte zu denken ſei. Betonter Begriff iſt à* ννοο, als Gegenſatz in ſich ſchließend: l od œrd.˙ε. Sinn alſo iſt: „Ich rede hier, wie etwa Menſchen nach menſchlichen, nicht nach göttlichen Gedanken reden.“
V. 6. Nachdrücklich verneint nun Paulus durch„⁸ενοοιππο die gegneriſche Frage. Was dieſer Frage als Vorausſetzung zu Grunde lag, nämlich der Satz:&l— G‿νν8⁴ασαπτιυνν bleibt bei dieſer Verneinung ſelbſt⸗ verſtändlich ganz unberührt: denn falſch war nicht dieſe Voraus⸗ ſetzung, ſondern lediglich die aus dieſer Vorausſetzung gezogene Fol⸗ gerung. Zur Begründung des 1„voero dient zunächſt der durch emel angeknüpfte Satz, der ſich als rhetoriſche Frage(= denn ſonſt könnte ja Gott die Welt nicht richten) ſogleich zu erkennen gibt. Enel als Cauſalpartikel kann an und für ſich keine andere Bedeutung als die Bedeutung von„da“ oder„denn“ haben. Nur der Zuſammen⸗ hang bewirkt öfters, daß es durch„denn ſonſt“(nicht durch„ſonſt“ allein) zu überſetzen iſt. Namentlich iſt dieſe Ueberſetzung überall da nöthig, wo nach dem Zuſammenhang außer Zweifel ſteht, daß der Satz nur als Folgerungsſatz eines verſchwiegenen Bedingungsſatzes, der das angenommene Gegentheil eines vorhergehenden Gedankens enthalten würde, zu betrachten iſt; ſo z. B. Lucian. Jup. Trag. 43; Plutarch. Phoc. p. 745 E; Platon. Euthyphr. p. 9 B; Sophocl. Oed. R. 433, und aus dem N. T. Röm. XI, 6. 22; 1 Kor. V, 10; Vll, 14; XIV, 16; XV, 29; Hebr. IX, 26; X, 2*). Mit dieſem„denn ſonſt“ als Ueber⸗ ſetzung von érel hat es alſo ganz dieſelbe Bewandtniß, wie wenn wir in anderen Fällen(ſ. z. B. Hom. Il. XV, 228) dieſe Partikel durch „denn dann“ zu überſetzen haben, indem auch bei ſolcher Ueberſetzung das„dann“ nicht in der Partikel, ſondern lediglich in dem beſon⸗ deren Inhalte des durch die Partikel eingeführten Satzes liegt. Hier
9) S. über znek Viger. ed. Herm. p. 402. Daß übrigens dort nur von Sätzen mit Fragepartikeln und von Imperativſätzen die Rede iſt, dürfte nach der Mehrzahl der oben angeführten Stellen(vergl. auch Ellendt Lex. Sophocl. Vol. I p. 638) nicht ganz genau ſein.


