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metabatiſche dà einen neuen Einwurf, deſſen Widerlegung er mit fein⸗ V. 5. ſter Dialektik dazu benutzt, um auf die durch eine Digreſſion unter⸗ brochene Entwicklung ſeines Hauptthemas zurückzulenken. Gegründet iſt dieſer Einwurf auf einen Satz, der ſich aus der angeführten Pſalm⸗ ſtelle, vorausgeſetzt, daß dieſelbe im Zuſammenhange mit ihrem als bekannt angenommenem Hauptſatze gefaßt wurde, allerdings folgerichtig ergeben mußte. In dem ö/. d Jαααι ε—* εuo 18 16y„ œν war nämlich ausgeſprochen, wozu die im Hauptſatz erwähnte Sünde in ihrem Erfolge habe dienen ſollen: es ſollte dadurch— dies war die göttliche Abſicht— die dακαααοσσν⁹⅓GGottes gegenüber der àdαla des reuigen Sünders recht offenbar werden. Was aber bei David der Fall war, warum ſollte das nicht auch bei Anderen der Fall ſein? Als allge⸗ meiner Satz ergab ſich alſo aus jener Pſalmſtelle, daß die dotela der Menſchen weſentlich dazu diene, die dοαυααιαοουν Gottes recht offenbar zu machen, d. i. recht deutlich ins Licht zu ſtellen. Ausgeſprochen iſt dieſer Satz in den Worten: sl dε—- dvyfor, νν, mithin in Form eines Bedingungsſatzes, jedoch nicht abſtract und allgemein, ſondern mit concreter Beziehung auf das Vorhergehende, d. i. ſo, daß von demſelben ſogleich die Anwendung auf den vorliegenden beſtimmten Fall gemacht wird. Der Artikel vor deul« ſteht alſo individuell, nicht generiſch. Generiſch oder von der ddexi« im Allgemeinen, d. i. von jeder ddexla kann er hier ſchon deshalb nicht gebraucht ſein, weil das„ℳ5 bei ddtxlc, zuſammengehalten mit dem Subject von ο0*ε ν α α V. 9, unverkennbar zeigt, daß der Apoſtel keineswegs von der ddtzla aller Menſchen redet. Individuell gefaßt bezeichnet er aber eine beſtimmte dduula und zwar eine ſolche, die bereits erwähnt war. Nach dem Zuſammenhange kann dies keine andere ſein, als diejenige, die ſich in der V. 3 erwähnten driarla kundgegeben hatte. Mit„15» können hiernach nur die Juden und zwar nur diejenigen Juden, die ſich jener Untreue ſchuldig gemacht hatten, keineswegs aber alle Menſchen und nur vorzugsweiſe die Iunden(ſ. Philippi z. d. St.), bezeich⸗ net ſein. Das ᷑ aber zeigt, daß Paulus dieſe Inden hier redend einführt, indem er ſie in lebhaft anſchaulicher Darſtellung ihre Sache gleichſam ſelbſt führen läßt. In„ ddενi*αόνσᷣέοο dειοαvn iſt die Wortſtellung eine chiaſtiſche, mithin eine auf Hervorhebung der Gegenſätze berechnete. Iwyloryo heißt eigentlich„mitaufrichtet“, d. i. „aufrichten hilft“ nämlich in der Anerkennung der Menſchen, iſt alſo hier, ähnlich wie Röm. V, 8; 2 Kor. VI, 4; VII, 11; Gal. II, 18, ü poffenbar macht“ oder„erweiſt.“ Durch 11 00εν;(ſ. über die


