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menhange im Originale beſtimmte Gegenſätze in ſich ſchließen: diναα fs nämlich:„und nicht wie Menſchen ungerecht“ eerſchieneſt), 10,„:„und nicht wie Menſchen unterlägeſt.“ Für den Zweck der Argumentation iſt nun namentlich das erſte Satzglied: ö&ᷣ daααηα Oj&y zois 16*ι σν von entſcheidendem Gewicht. Erſcheint näm⸗ lich Gott als dixαοs in ſeinen 16»„*9, ſo erſcheint er eben damit als dν§(vgl. Nehem. IX, 8), und erſcheint dagegen der Menſch als&⁶αοσς imn ſeinen 16„ ⁸, ſo erſcheint er eben damit als Peu- 6½. Beides zuſammengefaßt aber iſt eben der Satz, den der Apoſtel durch Hinweiſung auf die Schrift beweiſen wollte. Gleichwohl iſt das zweite Satzglied: 2c*ε ιπννο6 0ωↄt(U„lνεοϑα os nichts weniger als überflüſſig, nicht bloß weil es zur Verſtärkung des erſten dient, ſoudern namentlich auch weil die gleich folgende Beweisführung weſentlich auf dieſes Glied geſtützt iſt.—
Wie beweiſt alſo Paulus den Satz, daß die Untreue, welche ein Theil der Juden in Bezug auf die ihnen anvertrauten 401ᷣ Gottes bewieſen habe, nicht im Stande ſei, die Treue aufzuheben, zu welcher ſich Gott dem jüdiſchen Volke gegenüber bundesmäßig verpflichtet habe? Er beweiſt ihn zunächſt aus der d41% 9εαα õ(Wahrhaftigkeit) Gottes. Daß aber Gott in der That wahrhaftig und nicht wie der ſündige Menſch ein Lügner ſei, beweiſt er wiederum aus der dεαασν Gottes d. i. aus der vollkommenen Uebereinſtimmung von Gottes heiligem Weſen mit Gottes heiligem Geſetz. Iſt nämlich Gott überhaupt 64½α, ſo muß er— was eben die Schrift be⸗ zeugt— auch dααs in ſeinen 16„oes und mithin à1 1 ⁹0 ſein. Von dem ſpezielleren Satze alſo geht Paulus bei ſeinem Beweiſe hier auf einen allgemeineren zurück, und ſein Beweis iſt folglich ein analytiſcher.
V. 5—8. Dieſer Untreue gegenüber zeigt ſich zwar Gottes Treue in
V. 5.
einem deſto helleren Lichte; durch ihren gottverherrlichenden Erfolg aber wird jene Untreue gleichwohl nicht gerecht⸗ fertigt. Vielmehr erſcheint Gott in dem Verhängen ſeines Zornes über die untren Gewordenen vollkommen gerecht: denn angenommen, er wäre darin ungerecht, ſo würde er ja die Welt unmöglich noch richten können, indem dann jeder Sünder, um nicht niehr als Sünder angeſehn und behandelt zu werden, gleichfalls nur auf den gottverherr⸗ lichenden Erfolg ſeiner Sünde ſich zu berufen brauchte.
V. 5. An die citierte Schriftſtelle knüpft der Apoſtel durch das


