19 XIV.
Das Resultat aus allem diesem ist: Enim hat nur eine kausale, und nie eine explanative Będeutung. Im historischen Style kann die letztere nicht vorkommen, und im didaktischen findet sie sich nicht. Bremi's Behauptung, man müsse enim in vielen Fällen durch z um Beyspiele übersetzen, ist daher durchaus unrichtig, und im Gegentheile nichts ge- wisser, als daſs, so oft man diese Partikel durch eine explanative ins Deutsche überträgt, der Sinn des Schriftstellers nothwendig verfälscht werde.
XV.
Es sey mir erlaubt, zu diesen Errterungen noch Folgendes hin- zu zufügen.
1¹) Gesetzt, Bremi's Behauptung wäre an sich völlig gegründet— und als eine solche Behauptung wird sie zum Behufe dessen, was über dieselbe sogleich gesagt werden soll, hier vorausgesetzt— so läſst sich dennoch auch bey dieser Annahme Mehreres an ihr ausstellen.
Erstens ist sie viel zu wenig allgemein ausgedrückt, ein Man- gel, welcher zu nicht geringem Nachtheile des höhern Sprachstudiums unmöglich macht, eine Menge von Sprachansichten durch Eine zu um- fassen.
Nicht nur auf enim, sondern auch auf nam, und zuletzt sogar auf jede Kauselkonjunktion in jeder Sprache laſst sich das anwenden*), was Bremi von enim allein behauptet. Gleich in Kornels Praef. segm. 7. kommt namentlich nam, ja selbst in naher Parallelo mit dem kurz vorhergehenden enim in derselben Bedeutung vor, welche er dem letz-
*) Deswegen konnto ich vorher unbedenklich die Bedeutung von denn erörtern, waäh⸗- rend eigentlich von enim die Rede war, da, was von jenem gesagt wurde, auch von diesem gilt und gelten muſs.
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