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Bezeichnung eines Satzes dient, in welchem der von einer Thatsache prä- dicirte Charakter als aus einer Regel(seinem Grunde) abgeleitet dargestellt wird, selbst nicht einmal zweifeln. Hier nämlich sprechen:„die Schlacht bey Marathon ist die rühmlichste, zum Beyspiele jede Schlacht ist die rühmlichste, in welcher u. s. w.—“ würde ohne allen Sinn sprechen heiſsen. Da hingegen, wo ein Erfahrungssatz in der Mitte liegt, fällt die kausale Bedeutung des denn nicht sogleich in die Augen, indem hier diese Konjunktion in explanativer Bedeutung genommen eben so- wohl einen Sinn giebt, als in kausaler. In welcher Bedeutung aber der Schriftsteller wirklich ein Wort genommen habe, lälst sich durch Um- kehrung der Sätze leicht ausmitteln. Also:„die Römerinn erscheint bey- Gastmälern, in Griechenland hingegen wird kein Frauenzimmer zur Tafel gezogen, u. s. w.— folglich muls man behaupten, daſs Römer und Griechen überhaupt nach kontrastirenden Sitten leben.“ Hierdurch ist die kausale Bedeutung von denn durch seine Synonymität mit folg- lich als die allein wahre, und die ihm bloſs angedichtete explanative als solche erwiesen. XIII.
Alle Beherzigung endlich verdient die Rücksicht auf die Gattung des Styls, in welchem ein Schriftsteller zufolge des gewählten Objektes seiner Darstellung schreiben muſs. Bey Nepos kann darum dieser kein anderer als der historische seyn. In ihn gehören Beweise für die Wahrheit der Erzählung oder einer historischen Reflexion, in den didak- tischen aber allein Erläuterungen durch Beyspiele.
Noch mehr! Wird man umgekehrt je in der Darstellung eines didak- tischen Schriftstellers da, wo er durch Beyspiele erläutern will, diese durch eine kausale Partikel(enim oder denn) angekündigt finden 2 Hätte enim eine explanative Bedeutung, so würde dieselbe hier, und wenn sonst nirgends, gewiſs und mit völliger Sicherheit sich finden lassen.


