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Abt Georgius von St. Salvius hat dieſe merkwürdige Geſchichte unſerem Einhard ſelbſt erzählt. Wir haben ſie wiedergegeben, nicht ſowohl des Wunders wegen als vielmehr deshalb, weil ſie uns zeigt, daß man ſelbſt vor tauſend Jahren auf Reiſen fremder Leute Hab' und Gut ebenſowenig mißachten oder ohne Einwilligung angreifen durfte wie heute, wenn der unbedachtſame Reiſende nicht— gerade ſo wie in unſerer Zeit— gewärtig ſein wollte, daß ihm der Begriff des fremden Eigentums in etwas unliebſamer Weiſe klar gemacht werde.
Wir ſchließen hiermit unſere Auseinanderſetzung„über Reiſen und Reiſeverkehr zu Ludwigs des Frommen Zeiten,“ weil unſere Quelle uns dazu nötigt. Mehr als das hier Angegebene bietet ſie in dieſer Hinſicht nicht. Wir hoffen indes, daß das Gebotene dennoch genügt hat, um dem Leſer eine annähernd richtige Vorſtellung davon zu geben, wie in unſerem Vaterlande gereiſt wurde— vor tauſend und fünfzig Jahren.
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