ſichen Alterthümer wetden, wie ſie die Stadt Sp en ſchon MMaͤngſt in 8„Anti amiar ei. Halle“ befitt niof r metſirch= zuin hrud figurennren irchinsſfice i, 12 1) Der 2 4⸗ Verſtumlung veutſcher Philoldgen und Schulmäaͤnner, welche vom 27. bis 30. Sept! zu Heidelberg abgehalten wurde, wohnte der Direetor an. Unter den viel⸗ fachen geiſtigen Anregungen, welche jeder der zahlreichen Verſammlung, namentlich jeder wiſſenſchaft⸗ liche Schulmann erfuhr, verdient für weitere Kreiſe beſonders die im Druck erſchienene Eröffnungsrede des Präſt identen, des Herrn Profeſſors Dr. Köchly, hervorgehoben zu werden/ nicht nur wegen ihres alle Fachgenoſſen begeiſternden Schwunges, ſondern weil ſie auch einen namentlichen Beitrag liefert, um ſowohl die früher vielfach verwechſelten Begriffe von wiſſenſchaftlicher Philologie und philologiſcher oder hümaniſtiſcher Pädagogik aufzuklären und zu beſtimmen, als auch neben der wiſſenſchaftlichen auch die ethiſche und ideal⸗menſchliche Bedeutung dieſer philologiſchen Pädagogik hervorzuheben. eirin iin dnn Nach einem beredſamen Eingange die großen Geiſter der Philologie heraufbeſchwörend, welche für den Humanismus gewirkt und gelitten haben, gieng der Redner zu den großen Philologen Hei⸗ delbergs über: Fiſcher„Agritola(der auf Veranlaſſung des Wormſer Biſchofs J. v. Dal⸗ berg von Heidelberg aus der Apoſtel des von Italien nach Deutſchland verbreiteten Humanismus auch in Wormes ward, ſ. Wormſer Gymnaſial⸗ Programm vom J. 1847), Reuchlin, Melanchthon. Ueber die Zerſtörung und Verödung des ſiebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts raſch hinweggehend, kam Redner auf die Zeit der Befruchtung und auf das Erblühen des Humanismus in unſerem Jahr⸗ hundert mit den Worten:„Man erwähnt oft, wie herrlich weit wir es gebracht, man ſpottet über die Feuerſignale der Perſer, die einſt Aeſchylus mit Bewunderung ſchilderte, gegenüber den elektriſchen Telegraphen, man hält die Römerſtraßen für unbedeutend gegenüber den Ciſenbahnen. Wer wird den unge⸗ heuren geiſtigen und materiellen Fortſchritt der Menſchheit verkennen? Aber, verehrte Verſammlung, für das einzelne Menſchenkind iſt eine ſolche Zeit keineswegs immer ein Glück; die Mittel zum Leben, die Genuͤſſe, die Zerſtreuungen, das alles iſt jetzt ſo maſſenhaft angewachſen, es gluthet und ſtürmt von allen Seiten nicht ſelten auf das arme Menſchenkind ein, daß man das Leben ſelbſt über den Mitteln zum Leben und uber den Einzelgenüſſen vergißt. Und ich meine doch, des Lebens höchſtes Glück iſt eben das Leben ſelbſt(und nicht etwas Einzelnes davon). Da nun, meinen wir, thut's Noth, daran zu erinnern, daß Menſchengluͤck und Manneswürde vom Individuum klar erkannt, ſelbſt errungen und verdient ſein wollen, um mit Gottes Hilfe*) ſie zu erringen und zu genießen, und da, mein ich, thuts denn Noth, daß wir eben in jene einfachen, in jene harmoniſch aus einem Guſſe gebildeten Zeiten zurück⸗ gehen, daß wir bei den Hellenen ⁴ ꝛã⁰lernen, welche im höchſten Glück ſich vor der 80us hütet, welche im höchſten Unglück ruhig zu dulden verſteht. Das wird der Geiſt ſein, um ihn nur nach einer Richtung hin zu bezeichnen, in welchem die klaſſiſch⸗pädagogiſche Erziehung gerade im guten Kampfe mit den allgemeinen eigenthümlichen Richtungen und Fehlern der Zeit zu ringen hat; aber freilich, hoch⸗ wverehete Berfanunnunch in diefer Erziehung muß die hlbelogien mehr ſein a48 Wifſenſchafr, ——
*) Vom ädagsgiſchen Standpunkte aus mäͤchten wir noch hinzuſeten; Reumnd mit Gatteswort in der BibeL Die Jugendbildung der Griechen drang mittelſt der bei ihnen aus der Tiefe der Religioſität ſtammenden Kunſt und Wiſſenſchaft vor allem auf Mäßigung der Begierden, Leidenſchaften und Handlungen, auf Selbſtbeherr⸗ ſchung, insbeſondere auf Keuſchheit, Enthaltſamkeit, Sittſamkeit und Beſcheidenheit(alle dieſe Ausdrücke umfaßt das eine Wort 1ο¶ ⁶, der Name der Tugend der Griechen, welcher in den ſittlichen Grundlagen des ganzen Volkes wurzelte; man vergl. die Rede von Jacobs:„Ueber die Erziehung der Hellenen zur Sittlichkeit“, im 3. Bande ſeiner„Vermiſchten Schriften“; über die philoſophiſche Bedeutung dieſes Wortes bei Plato deſſen Staat VI, 2 und K. Hoffmeiſter's Programm, Eſſen 1827); die Moral der Bibel ſtrebt zu demſelben Ziele und nebſtdem noch, wie nur zum Theil die platoniſche, auf vollſtändige Heiligung des Willens.


