Aufsatz 
Die Elemente der Geometrie
Entstehung
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Richtung hin. Der gewohnten Fürſorglichkeit des Herrn Hoffmann hatten es die Schüler wieder zu verdanken, daß ſie auch dieſes Mal eben ſo erfreut als unverſehrt zurückkamen. in mnnp araee

8) Baulichkeiten, insbeſondere die Piedelllen⸗Wohmung.: In der 1804 durch Ver⸗ einigung der zwei Gelehrten⸗ Lehranſtalten zu Worms(kathol. und proteſt. Gymnaſium) entſtandenen franzöſiſchen GSole secondaire, welche nach Aufhörung der franzöſiſchen Herrſchaft als Gymnaſium zweiten Ranges mit drei zweijährigen Hauptklaſſen fortdauerte, waren die Verhältniſſe ſo einfach, daß die Schule keinen eigenen Diener hatte) ſondern daß der Director gegen eine Vergütung die noth⸗ wendigen Geſchäfts der Schule durch ſeine Privat⸗Bedienung beſorgen ließen Als die Anſtalt auf Be⸗ treiben der Stadt von 182932 ſich wieder zur Ebenbürtigkeit der andern Landes⸗Gymnaſien erhob, ward das Bedürfniß eines beſonderen Schuldieners fühlbarer, aber in Folge der noch ſparſam flie⸗ ßenden Fonds und in Ermangelung einer Pedellen⸗Wohnung mußte dieſe Stelle das erſte wie das zweite Mal einem in der Nachbarſchaft wohnenden ohnehin ſtädtiſch Bedienſteten übertragen werden. Da die Anſtalt ſeit Jahren durch Real⸗Klaſſen erweitert und größer geworden war, da namentlich die Handhabung der Hausordnung einen eigenen Pedellen und deſſen ſtändige Anweſenheit im Schullocal verlangte, ein Bedürfniß, welches anderswo und ſogar in den hieſigen Volksſchulen längſt befriedigt iſt: ſo trug die Direction mehrmals auf Erbauung einer Wohnung fur denſelben in der Räumlichkeit der Anſtalt an. Dieſem Antrage wurde im vorigen Sommer von den betr. Behörden willfahrt, denen wir hiemit im Namen der Anſtalt den ſchuldigen Dank auszudrücken nichte verfehlen. m Zugleich wurde auf Antrag der Direction aus Sanitäts⸗Rückſichten ſowie zur ſarglicheran Ueber⸗ wachung das Arreſt⸗Local mit der Pedellen⸗Wohnung verbunden. innie in ininie.

Dem wiederholten Antrag auf den nach vollendetem Anbau um ſo nothwendiger erſ enunden und der Gemeinde Worms obliegenden äußern Anſtrich des Gymnaſial⸗Gebäudes wurde vorerſt 4 dfheier wegen der großen Anzahl von anderen nicht aufzuſchiebenden Ausgabe⸗Poſten.¹*. ſi

9) Der dermalige Director des hieſigen Gymnaſiums, durch Diplom vom 10. Aug. 1865 zum ord. Mitgliede und auswärtigen Secretäar des Vereines von Alterthumsfreunden im Rhieinlande, von dem Präſidenten(bisher Geh. Regierungsrath und Profeſſor Dr. Ritſchl) und dem Vorſtande zu Bonn ernannt, wiederholt hier die bereits in derWormſer Zeitung an die Einwohner hieſiger Stadt und ihrer Umgebung ergangene Aufforderung um geſ. Mittheilungen über die von lhuen beſeſſenen Allerthäner, behufs wiſſenſchaſtlecer Benchnrftatung an den oben genannten Verein. vat nr nnmfſac, 1910 113

Von den Freunden des Alterchuna wurk läͤngſt ſchon eine ſorgliche Sammiung der noch in Worms und ſeiner Umgebung zerſtreut vorfindlichen Alterthümer gewünſcht. Einzelne anſehnliche Pri⸗ vat⸗Sammlungen antiker Münzen, römiſcher, germaniſcher und anderer Alterthümer ſind leider nach Ab⸗ leben oder nach der Wohnortsveränderung ihrer Beſitzer nach allen Gegenden hin veräußert worden, wie neulich noch(1862) die große(ur a. die älteſten chriſtlichen Inſchriften unſeres Landes enthaltende) Sammlung von dem jetzt, in Bern wohnenden Herrn Rentner Bandel, welche größten Theils vom Mainzer Alterthumsverein angekauft wurde. Von vielfachen und ungewöhnlichen Berufsgeſchäften ſeit meinem Hierſein in Anſpruch genommen, konnte ich leider den Wormſer Alterthümern bis jetzt nicht die gehörige Aufmerkſamkeit widmen. Aber auch hier gilt der Spruch: beſſer ſpät, als gar nicht. Noch ſind immer mancherlei Alterthümer im Beſitze von Privaten wie der Stadt(z. B. die im Bürgerhofe ohne allen Schutz ſtehenden römiſchen Inſchriften). Findet obige Aufforderung Anklang und Unterſtützung, na⸗ mentlich durch Bildung eines localen Vereins, ſowie durch Beſchaffung eines geeigneten Locals, ſo kann ſie zugleich Veranlaſſung zu der längſt gewünſchten Sammlung der noch in und um Worms befind⸗