6²2 anſchließen ſollen, gänzlich außer Augen gelaſſen— und de ehd h ardiſht Charakter, welchen 2 oll, von vorn herein verwiſ.. dee enn enien ddehanenf was fur ein Geſangbuch wir bedürfen.„Mir weren und müſſen ben, nämlich, 1. ein vollſtändiges Geſangbuch. Ich ſetze die Vollſtaͤndig eit darin, 4 es möglichſt für alle Momente des Lebens ſorge, daß es eine ge eiſe ohſeunde cus muß Tiefe an ſich trage, die alle Bedürfniſſe einer chriſtl. Gemeinde zu befrie igen ſucht. kde daher weder die ältere Zeit vor Gellert ausſchließlich beruͤckſichtigen, noch die neuere Zeit Kr⸗ ders begünſtigen. Wir wollen 2. ein Geſangbuch, bas die Lieder nicht verſtümmel ihres Hei⸗ ſtes und ihrer Schönheit beraubt, ſondern möglichſt im Originaltert gibt. Jedes wahrhafte Lied iſt als ein friſcher Erguß nur einer Seelenſtimmung, nur eines Gefühls zu betrachten, bildet daher auch nöthiger Weiſe in ſich eine Einheit. Und dieſe iſt mit der Form, in der das Lied gegeben iſt, unzertrennlich verbunden. Das Bedürfniß des Volkes und der Gemeinde macht dann und wann eine Aenderung nothwendig. Wir wollen 3. die gediegenſten, reinſten, ge⸗ lungenſten Lieder unſeres ev. Liederſchatzes. Wir nehmen mehr Lieder aus der ältern Zeit, nicht weil ſie alt ſind, ſondern weil ſie geſungen ſind in einer noch glaubensſtarken, zu Liebes⸗ thaten noch kräftigen, in der Hitze der Anfechtung und Verfolgung gereiften Zeit, die noch in dem lebendigen Bewußtſein der kirchlichen Gemeinſchaft lebte. Uebrigens verſteht es ſich, daß wir nach Obigem in unſerm Geſangbuche auch Lieder allerneueſter Zeit, ſobald ſie nur ächte Kirchenlieder ſind, ſehen wollen, ſo Lieder von Arndt, Spitta, Döring, Knapp, Garve, Krum⸗ macher, Victor Strauß u. A. Das 4. und letzte Erforderniß des aufzunehmenden Liedes iſt, daß es im höchſten und allgemeinſten Sinne ein Kirchenlied ſei, d. h. daß es das Gemeinſame des chriſtl. Kirchenbewußtſeins auspräge, nur daß wir hier Kirche natürlich in einem weiteren Begriffe nehmen.“
„Wollen wir mit Entſchiedenheit unſerm religiöſen Leben Pflege und Nahrung bieten, ſo können wir eines anderen Geſanges nicht mehr entbehren.“ Er ſpricht ſich dabei auch über den Wunſch aus, daß ein einziges, allgemein geltendes Geſangbuch in der ev. Kirche Deutſchlands eingeführt werde.„Es hat dieſe Idee“, ſagt er etwas Erhebendes, Ergreifendes, Bewältigendes: Millionen Deutſche, in einem Glauben vereinigt, auch aus einem heiligen Buche Gott Lob und Dank ſingend. Und es iſt gewiß in Jedwedem der Wunſch, daß es hierzu einmal kommen möge, recht rege und lebendig, dem überhaupt ſeine ev. Kirche, ihre Einheit und Kraft und Wohlfahrt am Herzen liegt. Aber erſt dann iſt Hoffnung vorhanden, daß es dazu kommen werde, wenn ſich die ev. Kirche Deutſchlands von Innen heraus zu einer größern Einſicht herausgebildet und dieſe innere Einheit auch zu einer äußern allgemeinen Repräſentation der verſchiedenen Landes⸗ kirchen, die wir jetzt nur haben, durch allgemeine Synoden geführt haben wird.“„Je eher, je lieber, damit unſern Gemeinden nicht länger die köſtlichen Schätze unſerer chriſtl. Kirche vorent⸗ halten werden, damit ſie ſich je eher je lieber ſich an denſelben ſtärken und erbauen und feſter machen mögen in einem Gott wohlgefälligen Wandel. Doch leuchtet ein, daß bei einem Werke, welches nicht auf ein Jahr, ſondern, ſo Gott will, auf Generationen hin, auferbauet werden ſoll, nichts uͤbereilt und überſchnellt werden darf.“
Aus dieſen Bemühungen für das Geſangbuch iſt auch ſeine„Geſchichte des ev. Kirchenge⸗


