8 ſtehenden Bruder während deſſen ſchwacher Geſundheit im bfenuchen dinteencit u n erhiden Darauf nahm er eine Hauslehrerſtelle tn—— Verde. Crabenußte doit die ſich daß er ſich eigentlich ſpäter für den Predigerberuf e— die ſonntägliche . Gelegenheit, für ſeinen Oheim, den Kircheninſpector Winterberg, di ſonntäͤg m dabierede zu dürf d ſchreibt daruͤber den 1. Juli 1829:„Zum Predigen werde Predigt übernehmen zu dürfen und ſch Bu le nar Anregung dags in ſeeiuch don un das üt ich nicht gezwungen; es iſt mein freier Wille, tref. ffel 1 . Grunde lieb. Denn will ich einmal, woran ich aber wol nicht mehr zweife n möchte, mir im diger wirken, ſo iſt Uebung im Predigen noch einige Jahre ſehr nöthig, und dazu iſt 3 r huhe Zeit. Alle 4—6 Wochen werde ich es daher wol übernehmen.“ In Pyrmont hanii er an einer mehrwöchigen Hypochondrie, wurde von dort von dem Bruder nach Corbach abgeholt und nahm, bald wieder geneſen, um mehr in der Nähe der Familie zu bleiben, eine Hauslehrerſtelle in Waldeck an. Hier lebte er recht zufrieden und vergnügt, bis er nach dem Abgange Gabert's durch Decret Fuͤrſtlichen Conſiſtoriums vom 20. November 1830„zum Col⸗ laborator am Landesgymnaſium zu Corbach vom 1. Januar 1831 an“ ernannt ward. Die befriedigte Stimmung in Waldeck that er z. B. auch dadurch kund, daß er an den Bruder zu Corbach manchmal in engliſcher Sprache, mitunter in deutſchen Verſen ſchrieb, wie er denn überhaupt dort auch ſonſt dann und wann einige Verschen gedichtet und auch ſpäterhin, wenn⸗ gleich ohne tieferes Dichtertalent, ſich bisweilen in der Poeſie verſucht hat. Am bekannteſten ſind uns davon ſeine„Worte der Liebe“, welche er dem Pfarrer Cranz zu Netze am 21. Juli 1837 zur Feier ſeines fünfzigjährigen Dienſtjubiläums dargebracht hat und wofür ihm der Greis tiefgerührt einen Brief voll Dankes ſchrieb.
Im Kreiſe der Seinigen fühlte er ſich in Corbach wohl, er war von ſeinen Schülern geliebt wie kein anderer ſeiner Mitlehrer, wir ſahen es ihm ja an den Augen an, wie es in ſeine Seele ſchnitt, wenn er pflichtvergeſſene ſtrafen mußte! Dennoch befriedigte ihn ſeine Stellung nicht auf die Dauer.„An den untern Claſſen des Gymnaſiums— ſo machte er einige Jahre ſpäter in einem Briefe ſeinen Gefüͤhlen Luft— müſſen wir ſo viele Unterrichts⸗ ſtunden ertheilen(in V. 31, in IV. 30, in III. 26), wie ſo leicht kein Gymnaſiallehrer anderswo, ſo daß uns, denen doch nichts nöthiger iſt als mit der W iſſenſchaft fortzuſchreiten und nichts nachtheiliger, als in irgend einem Fache derſelben zurückzubleiben, nach Beſorgung aller Schulgeſchäfte nur ſehr wenige Zeit zum eigentlichen Studium vergönnt iſt. Das iſt es nun, was wir immer beklagen, da wir keine höhere Pflicht kennen, als nach höherer Aus⸗ bildung zu ſtreben, um hierdurch unſere Anſtalt zu dem zu erheben, was andere Deutſch⸗ lands ſchon ſind. Zu dieſem Uebelſtande, der die untern Lehrer des Gymnaſiums belaſtet, kommt aber noch der, daß ſie nun auch mit Knaben ſich beſchäftigen müſſen, die nur die Ele⸗ mente des menſchlichen Wiſſens bekommen. Hat man ſich aber mit ſolchen Jahre lang fort⸗ während befaſſen müſſen, ſo ſehnt der Weiterſtrebende ſich nach nichts mehr, als nun endlich auch einmal zu etwas Erhebenderem und Erquicklicheren und Förderſameren fortſchreiten zu können. Daß dies bei uns der Fall ſei, will ich nicht leugnen, eben ſo wenig, daß uns der dannutt der Moglichkeit, dem faſt bis zum Ueberdruß getriebenen Elementarwerk der Jugend⸗ ildung noch Jahre lang dienſtbar ſein zu ſollen, wie ein entſetzliches Schreckbild ſich vor uns hinſtelle, das uns faſt alle Luſt und Liebe zu dem ſonſt geliebten Werke zu entreißen und in


