— 8)(Classenarbeit). Ueber Schillers Ausspruch: „Fréei von Tadel zu sein ist der niedrigste Grad und der höchste; denn nur die Ohnmacht führt oder die Grösse dazu“¹.— 9) Wie ist der Aus- spruch Stauffachers:„Verbunden werden auch die Schwachen mächtig“ mit dem Ausspruche Tells„der Starke ist am mächtigsten allein“ zu vereinigen?— 10) Metrische Uebersetzung der Worte des Priesters in Sophokles' Oed. Rex 14—58: „G rvy, Oiöixoc, N6ρ⁴αέι ο⁷αα etc.“ in Trimetern.— 11) Warum kann nur unter einem Naturvolke das Tliierepos, nur unter einem Culturvolke das satirisch- didaktische Thiergedicht entstehen?— 12) Die Heroenzeit der Griechen verglichen mit dem Ritterthume des Mittelalters.
In 1b: 1) Ueber den Ausspruch des Tyrannen Pittakus, dass die Hälfte mehr sei als das Ganze. — 2) Man kann seine Ehre in Vieles setzen, aber man soll sie nur in Eines setzen.— 3) Unter welchen Verhältnissen und in welchen Füällen ist es durch die Pflicht geboten oder rathsam zu schweigen?— 4)(Classenarbeit).„Einsam und nicht ällein“—„unter Menschen und doch allein“ Lösung des doppelten scheinbaren Wider- spruchs.— 5) Uebersetzung der Horazischen Satire(I. 3, v. 1— 38): Omnibus hoc vitium est cantoribus etc. in Hexametern und in fünffüssi- gen Jamben.— 6) Zeugt in Schillers„Jungfrau von Orleans“ das Benehmen Johannas gegen ihren Vater wirklich von einem unkindlichen Herzen?— 7) Albrecht der Bär, erster Mark- graf von Brandenburg, nach seinem Leben und Wirken.— 8)(Classenarbeit):„Von der Ge- walt, die alle Menschen bindet, Befreit der Mensch sich, der sich überwindet“.— 9) Welchen Sinn haben die Worte, mit welchen Schiller seine „Jungfrau von Orleans“ begleitet:„Dich schuf das Herz, Du wirst unsterblich leben“?— 10) Uebersetzung der Horazischen Epistel(I, 3): „Jule Flore, quibus terrarum militet oris etc.“ in Hexametern und in fünffüssigen Jamben.— 11) Wie vertragen sich in einem Herzen die Anhänglichkeit an die Heimat und die Sehnsucht in die Fremde?— 12) Die Bedeutung der Schlacht bei Salamis für Griechenland und für Europa.—
Director Dr. Schw artz. Abitarienten-Aufsatz im Frühjahr 1869. Das Leben bietet uns der Güter viele; Die meisten Uebel schafft der Mensch sich selbst.
2) Lateinische Sprüche.
VI. 9 St. Die regelmässige Formenlehre. Münd- liches und schriftliches Uebersetzen der Uebungs- beispiele in Spiess' Uebungsbuch für VI. Wöchent- lich ein Schulexercitium.
Im Sommer: Bill und Oertel. Im Winter: Bender.
V. 9 St. Wiederholung der regelmässigen Formen-
lehre; unregelmässige Formenlehre nach der Gramm. von Madvig, Tischer; die syntakti- schen Regeln in Spiess' Uebungsbuch für Quinta
21.
I— XXVIII nebst schriftlichem Uebersetzen der
deutschen und mündlichem der lateinischen
Beispiele. Die Fabeln 1— 16(p. 49) und die
narrationes breviores(p. 53) wurden zur Ein-
übung der Lehre vom zusammengesetzten Satze, sowie zu Aufsätzen benutzt. Alle 8 Tage ein Exerc. scholast. Adam. IV. 9 St.
a) Lectüre: Corn. Nep. Iphicrates, Chubrias, Ti- motheus, Datames, Conon, Dion, Thrasybulus, Eumenes. 4 St.
b) Grammatik: Spiess' Uebungsbuch III§ 380— 640. Wöchentlich ein Exerc. schol. 5 St.
Ammann. IIIb. 10 St. a) 8 Lectüre: Caes. de bell. gall. I. t. 1
b) Grammatik: Lehre von den Tempora und Modi nach Spiess' Regelsammlung(ap. 91 bis zu Ende, eingeübt durch mündliches und schriftliches Uebersetzen aus Spiess' Uebungs- buch Thl. 3. Wöchentlich 1 Exerc. schol. nach Dictaten. 4 St.
Büsgen.
c) Poetische Lectüre: Die wichtigsten prosodischen und metrischen Gesetze; Siebelis Tirocinium I, 1— 4; III 1—12. 2 St. 4
3 Bogler. IIIa. 10 St.
a) Prosaische Lectüre: Caes. de b. Gall. I, 30— 54. IV. 1— 20. VI, 1— 30. VII. 4 St.
b) Grammatik: Wiederholung der Casuslehre, die Lehre von den Tempora, Modi, Infin. und Partic., eingeübt durch wöchentliche Ex. domest. nach Spiess' Thl. 4.— Wöchentlich ein Ex. schol. nach Dictaten 4 St.
4 Otto.
c) Poetische Lectüre: Auswahl aus den Meta- morphosen des Ovid nach Siebelis, 2. 3. 4. 13. 19. 2 St.—
Professor Dr. Lüdecking. II b. 10 St.„
a) Prosaische Lectüre: Cic. pr rege Dejotaro und pro L.igario., Liv. lib. VI, 1— 20 statarisch und 21— 30 cursorisch. 5 St.
b) Grammatik: Madvig§. 331— 431, Tempus- und Moduslehre, eingeübt durch Uebersetzen aus Süpfles Aufgaben, 2. Theil.— Exercitien. 3 St. Seyberth, Oberlehrer.
c) Poetische Lectüre: Virg. Aen. II. IV. 2 St. Lüdecking. II a. 10 St.
a) Prosaische Lectüre: Cic. pro Murena. Liv. XI Privatim: Cic. Laelius und Cato major.
b) Grammatik: Madvig§. 371— 463, die Lehre von den Gegenstandsätzen, den Zeiten des Conjunctivs, dem Imperativ, Infinitiv, Supi- num, Gerundium, Participium und der Satz- verbindung. 1 St.
Stilübungen: Aus Süpfles Aufgaben II. Theil


