Aufsatz 
Das dreihundertjährige Jubiläum des Gymnasiums / Georg Friedrich Eysell
Entstehung
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an welchem die Lehrer und Schüler des Gymnaſiums ſowie viele Bewohner der Stadt und Umgegend Theil nahmen.

Große Gnade iſt uns widerfahren, ſchenke der Herr unſern Nachkommen, welche im nächſten Jahrhundert hoffentlich ein weiteres Jubiläumsfeſt bezehbi dübdiäte gleich frohe d geſeg⸗ nete Ticget⸗

zun Feſtrede des Direckors.

Dem Herrn unſerm Gotte, dem Geber alles Guten, der auch dieſen Tag uns gegeben, ſei Ehre, Preis und Dank. Amen. Ja ein hehrer Tag iſt durch des Herrn Gnade über unſerm Gymnaftum aufgegangen, der dreihundertjährige Gedenktag ſei⸗ ner Stiftung. Ein redendes Zeugnis für die Bedeutung dieſes Tages iſt Ihre zahlreiche Verſammlung, hochgeehrte Anweſende, die Sie von fern und nah hierher gekommen ſind, um in Ge⸗ meinſchaft mit uns die Feſtfeier deſſelben zu begehen. Sie ſprechen durch die Thatſache Ihrer Gegenwart laut und ein⸗ dringlich Ihre Ueberzeugung aus, daß die Gründung dieſer Bildungsanſtalt, wenn auch kein weltbewegendes und weltge⸗ ſtaltendes Ereignis, doch eine für unſer Vaterland hochwichtige Begebenheit iſt, welche die allgemeinſte Theilnahme verdient, und legen zugleich den unumſtößlichen, weil augenfälligen Beweis für das warme Intereſſe ab, womit ſie den geſegneten Fortbe⸗ ſtand und das fröhliche Wachsthum des Gymnaſiums begleiten. Eben damit aber geben Sie dem heutigen Feſte ſeine ſchönſte und eigenſte Weihe, Denn gerade die Gemeinſchaft und Ein⸗