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Von mehreren Anſtalten, welche keinen Vertreter hatten ſchicken können, waren ſchriftliche Beweiſe ihrer Theilnahme ein⸗ gegangen. Im Namen des akademiſchen Senats zu Marburg hat der zeitige Rector, Herr Prof. Mangold, in ſeiner Zu⸗ ſchrift„auf den engen Zuſammenhang hingewieſen, in welchem das Hersfelder Gymnaſium und die Univerſität Marburg, beide altheſſiſcher Stiftung, ſchon von Alters her ſtehen“, und den Wunſch kundgegeben,„daß der Herr wie bisher, ſo auch ferner⸗ hin ſchirmend über der Anſtalt walten möge, welche zu ſeiner Ehre gegründet ſei“.— In gleichem Sinne hat ſich das Gym⸗ naſium zu Marburg durch ein Schreiben ſeines Directors Herrn Dr. Münſcher ausgeſprochen und als beſondere Feſtgabe die Abhandlung des Prorectors Dr. Ritter„über die mittlere Temperatur Marburgs“ beigefügt.— Auch die theuern Collegen in Rinteln, mit denen die hieſigen Lehrer ſich durch ſo viele Bande verknüpft wißen, ſind nicht zurückgeblieben, ſondern haben in einer lateiniſchen Gratulationsſchrift ihrer treuen Geſinnung den edelſten Ausdruck gegeben. Die Herrn Dr. Suchier und Krauſe, jener einſt Lehrer, dieſer Schüler des Hersfelder Gymnaſiums, haben noch außerdem ihren Gefühlen der Pietät in lateiniſchen Gedichten Worte geliehen. Es ſind demnach ſämmtliche Gymnaſien des ehemaligen Kurfürſtenthums bei der Feier vertreten geweſen. Dafür ſegne ſie alle der Herr mit demſelben Segen, den ſie uns gewünſcht, und erhalte ſie mit uns für und für in der Einheit altbewährter Liebe.
Erfreuliche Zeugniſſe von der Feſtigkeit echter Collegialität enthielten die Zuſchriften der Herrn Gymnaſial⸗Directoren Dr. Weismann zu Coburg, Dr. Weſener von Hadamar, Dr. Klingender aus Gütersloh ſowie des Herrn Schulraths Dr. Schwartz zu Wiesbaden, welche ſämmtlich weiland in Heſſen als Directoren oder Lehrer thätig geweſen ſind. Mögen ſie wie die Collogen, in deren Namen zugleich ſie geſchrieben, auch in der Ferne die unſern ſein und bleiben! Ebenſo hat Herr Mu⸗


