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130 quique meum patrias referet nec nomen ad urbes 138 seque ait has iussis actum miser ire per undas? 135 o utinam o tantum non hac moreretur in urbe! 136 namque et sidereo nostri de sanguine Phrixi
137 dicitur, et caram uidi indoluisse sororem.
133 saltem, fata uirum si iam suprema ferebant, 134 iussus ad ignotos potius fuit ire tyrannos!
139 aut redeat quocumque modo, meque ista pœani 140 nesciat, adque meum non oderit ille parentem.
In der Lesung von vs. 134 und 135 bin ich Baehrens gefolgt; vs. 139 und 140 bedürfen noch einer genügenden Emendation, und man darf sich fragen, ob selbst das allgemein angenommene precari über allen Zweifel erhaben ist. J. Wagner bemerkt zu diesen beiden Versen:„At redeat quocumque modo, omnia ego mouebo, ut redeat sospes ac victor ad aulam nostram, ut iterum videndi eum voluptas mihi contingat, ita tamen, ut me ista precari et machinari nesciat, algue meum non oderit ille parentem, vindictam sumat a patre. Hactenus satis bene, sensumque aliquem virginei pudoris pietatisque in parentem Medea retinet.“ Dagegen ist mancherlei einzuwenden: Zunächst bezieht sich redeat schwerlich auf die Rückkehr Jasons an den Hof des Aeetes, was jedenfalls hätte deutlicher gemacht werden müssen, sondern vielmehr, was weit näher liegt, auf die Heimkehr nach Griechenland(vgl. vs. 132). Dies ergiebt sich auch aus der entsprechenden Stelle bei Apollonios(III, 468 ff.), welche unserem Dichter hier augenscheinlich vorschwebte:
90ʃαόασς noqriGsis v„ννμαοον.& ds 2ειν αἀάχα S,uνννρο d70 S0¹, 1608 Oorεινοε dαœxεν, OUvεᷣαεεν 00 07 2„⁸ xcxi SrTcxαεονσ cer-.
Aus dieser Stelle folgt gleichfalls, was von der jungfräulichen Schüchternheit der Medea zu halten ist, die sich in den unklaren Worten meque ista precari nesciat aussprechen soll. Bei Apollonios sagt Medea das gerade Gegentheil. Was nun vs. 140 betrifft, so legt Wagners Erklärung in odisse eine Bedentung, die es nicht hat. Es heisst nicht„sich rächen“, sondern einfach„hassen“. Der Wunsch Medea's aber, Jason möge ihren Vater nicht hassen, ist hier durchaus nicht am Platze, da Letzerer noch kurz vorher ihren Geliebten in so tückischer Weise verhöhnt hat und ihn noch immer zu verderben trachtet. Ueberdies kann sie an die Erfüllung eines solchen Wunsches nicht glauben, weil Jason, auch wenn Medea ihn retten sollte, eine bittere Empfindung gegen Acetes behalten muss. Sie wird vermuthlich in vs. 139 und 140 den Wunsch ausgesprochen haben, dass Jason jedenfalls von ihrer wohlwollenden Gesinnung Kenntniss erhalte und nicht die Abneigung, welche er gegen ihren Vater fühlen muss, auch auf sie übertrage. In ähnlichem Sinne äussert sie sich vs. 203 ff.:„et nunc ille sua non quenquam sorte moueri, non ullum meminisse putat, cumque omnibus odit me quoque.“ Für vs. 139 habe ich bis jetzt keine dieser Auffassung entsprechende Form finden können; wenigstens keine, die vom Buchstaben der Ueberlieferung nicht zu stark abwiche. Der Schluss dieses Verses mag prius ista precari gelautet haben, da das 7rοοππ⁴οοασε des Apollonios schwerlich darin gefehlt hat. vs. 140 scheint mir ursprünglich folgende Gestalt gehabt zu haben: me sciat, adque meum tantun oderit ille parentem.
223 ff. Wie so häufig hat auch an dieser Stelle eine fehlerhafte Interpunction zu irrigen Auffassungen und unnöthigen Aenderungen Anlass gegeben. Dass nicht nach uiarum in vs. 223, sondern nach sola im folgenden Verse zu interpungieren ist, darauf hat schon Pius und nicht erst Burmann, wie Thilo angibt, aufmerksam gemacht. Nichtsdestoweniger findet sich die alte durchaus


