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Von den Kindern des ſel. Herrn Enoch Aron Schwarzſchild zu deſſen ewigem Andenken (10 Adar) Mk. 30. Von Herrn Auguſt Goldſchmidt am Todestage ſeiner Mutter, Frau Louiſe Goldſchmidt geb. St. Goar Mk. 100. Von Herrn Auguſt Goldſchmidt am Todestage ſeines ſel. Vaters des Herrn Maximilian Goldſchmidt Mk. 100. Von Herrn Lazarus Ochs⸗ Lion am Todestage ſeines ſel. Vaters Mk. 20. Von demſelben am Geburtstage L's. Mk. 20, am Todestage Eugens Mk. 20. Von Frau Jeanette Ochs am Todestage ihres ſel. Gatten Mk. 30. Von den Kindern der ſel. Frau Roſette Schwarzſchild geb. Ochs zu deren ewigem Andenken (29 Jjar) Mk. 30. Von Herrn Charles A. Risdorf Mk. 30. Von Herrn Direktor Hermann Rais anläßlich des Todes ſeiner geliebten Frau Mk. 50. Aus dem Nachlaß des ſel. Herrn Joſeph Fuld Mk. 40.
4) Die Jacques Lauterbach genannt Schoenewald'ſche Stiftung. Es ſind eben 82 Jahre, ſeitdem der Begründer dieſer Stiftung Jacob Moſes Schoenewald am 25. Februar 1810 in unſere Schule eintrat. Geboren zu Schoenewald(Baden) am 10. Januar 1803, wurde er, 7 Jahre alt, von ſeinem Onkel Joſeph Simon Rindskopf hier im Philanthropin angemeldet, und da er unbemittelt war, als Freiſchüler aufgenommen; Iſaac Elias NReis wurde ihm als Vormund beſtellt; er blieb bis 1819 in unſerer Schule. Tief in ſeinem Herzen wurzelte die Dankbarkeit für das, was ihm hier geworden war. Als er 70 Jahre alt geworden war, ſchrieb er am 22. Juni 1873 zu Paris, wo er ſich nieder⸗ gelaſſen hatte, in ſein Teſtament:„Ich habe in den Jahren 1810 bis 1819 in der„Philanthropin oder Real⸗ und Volksſchule“ genannten israelitiſchen Schule zu Frankfurt a. M. unentgeltlichen Unterricht
verwendet werden, um für zwei oder mehrere arme israelitiſche Knaben das Schulgeld, die Bücher zc., ferner einfache, aber gute Kleidung und, wenn erforderlich, auch Verköſtigung zu beſchaffen, ſowohl während der Zeit ihres Schulbeſuches, als auch um ihnen nachher, während ihrer ganzen Lehrzeit, ſei es, daß ſie ſich einem Handwerk, einer Kunſt oder dem Kaufmannsſtand widmen, die für ihre Verpflegung und ſon⸗ ſtigen Bedürfniſſe unumgänglich erforderlichen Mittel darzubieten..... Die Zöglinge ſollen immer unter der Bezeichnung„Zöglinge der Jacques Lauterbach genannt Schoenewald'ſche Stiftung“ in die Schule aufgenommen werden; denn es iſt mein Wunſch, daß mein Namen immer in den Schriften der Schulverwaltung vorkomme: das dient vielleicht auch ſonſt zum guten Beiſpiel.“
Am 25. Auguſt 1878 ſtarb der Teſtator, welcher den Namen Jacques Lauterbach gen. Schoenewald angenommen hatte, 9 Jahre ſpäter ſeine Gemahlin, welche ſchon im Jahre 1879 nach erfolgter landes⸗ herrlicher Genehmigung zur Annahme des Legates die Eintragung einer Jahresrente von 2000 Francs in das große franzöſiſche Staatsſchuldenbuch auf den Namen unſerer Schule bewirkt hatte. Nicht lange nach ihrem Tode trat die Stiftung, über welche in den Programmen unſerer Schule von 1879 und 1888 eingehend berichtet iſt, in Wirkſamteit. Es wurden damals vier unbemittelte Knaben in die⸗ ſelbe aufgenommen. Von dieſen beſuchen noch 2 unſere Schule, der dritte iſt Oſtern 1889 aus einer mittleren Klaſſe abgegangen, um in ein hieſiges kaufmänniſches Geſchäft als Lehrling einzutreten, der vierte iſt Oſtern 1891 nach Abſolvierung des Schulkurſus aus unſerer Schule ausgetreten und wird Kunſtmaler. Alle 4 Zöglinge ſtehen unter Aufſicht der von dem Schulrat für die Verwaltung der Stiftung eingeſetzten Kommiſſion, welche aus dem Schulratsmitgliede Herin Victor Ullmann, dem Direktor der Schule und dem Aktuarius des Schulrats Herrn Rechtsanwalt Dr. Ernſt Auerbach beſteht.


