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5) Die Adolph Samuel Maas'ſche Stiftung, von den Kindern des am 15. September 1889 verſtorbenen, durch ſeine langjährige erſprießliche Thätigkeit als Mitglied des Schulrats um unſere Schule ſehr verdienten Herrn Adolph S. Maas, zu deſſen ehrendem Gedächtnis mit einem Kapital von Mk. 5000 errichtet, hat den Zweck, rückſtändige Schulgelder befähigter Kinder hieſiger oder fremder, hier wohnender Eltern zu bezahlen. Die Stiftung, welche unter dem 29. Januar 1890 die landesherrliche Genehmigung erhalten hat, wird von dem Schulrat verwaltet und hat auch in dieſem Jahre ſich als ſegensreich bewährt. Sie hat im Laufe des Jahres folgende Zuwendungen erhalten: Von Herrn E. Hopf in Nürnberg bei ſeiner Verheiratung, durch Herrn H. L. Mk. 50. Von den J'ſchen Kindern am 10. Auguſt Mk. 50. Von denſelben am Todestage des Herrn Adolph S. Maas Mk. 50. An demſelben Tage von Frau A. L. Mk. 50, desgleichen von Frau Dr. Linel Mk. 50 und von den Herren Heinrich und Julius Maas in Berlin Mk. 100. Von den J'ſchen Kindern am Todestag ihrer Mutter(9. Dezember) Mk. 50. Wir ſagen den Spendern verbindlichſten Dank.
6) Die Joſeph Rütten'ſche Stiſtung, von dem am 19. Juni 1878 dahier verſtorbenen Ver⸗ lagsbuchhändler, Herrn Joſeph Rütten an unſerer Schule, der er, wie es in ſeinem Teſtamente heißt, ſeine Schulbildung verdankte, und an welcher er 18 Jahre im Schulrat thätig war, mit einem Kapital von Mk. 10,000 errichtet, hat den Zweck, die Lehrer dieſer Schule in ihren Beſtrebungen, ſich wiſſenſchaft⸗ lich und pädagogiſch fortzubilden, zu ermuntern und zu unterſtützen, und zwar ſollen a. die Zinſen in erſter Reihe dazu verwendet werden, einem Lehrer der franzöſiſchen oder engliſchen Sprache die Mög⸗ lichkeit zu gewähren, während der Ferien ſeinen Aufenthalt in Frankreich oder England zum Zweck von Sprachſtudien zu nehmen. b. es können aber in gleicher Weiſe auch die Lehrer der naturwiſſen⸗ ſchaftlichen und hiſtoriſchen Fächer, ſowie überhaupt die anderen Lehrer zu ähnlichen Zwecken unterſtützt werden; auch Lehrerinnen ſind von der Unterſtützung nicht ausgeſchloſſen. c. endlich können auch die Zinſen dazu verwendet werden, einem Lehrer oder gleichzeitig mehreren Lehrern den Beſuch von wiſſenſchaftlichen Wanderverſammlungen zu ermöglichen oder auch von Ausſtellungen von Lehrmitteln oder von ſonſtigen Ausſtellungen, welche geeignet ſind, den Geſichtskreis zu erweitern und den wiſſenſchaftlichen Sinn zu beleben.
In dieſem Jahre wurden aus den Zinſen der Stiftung einem Lehrer die Mittel dargeboten, während der Sommerferien in Paris Sprachſtudien zu machen.
7) Die Creizenach⸗Etiftung iſt eine unſerer Schule angehörige, unter Aufſicht des Schulrats ſtehende Stiſtung. Sie iſt 1) eine Wittwen⸗ und Waiſenkaſſe für die Hinterbliebenen ihrer Mitglieder; 2) eine Hilfskaſſe für die Lehrer und Lehrerinnen der Schule im Falle der Erkrankung oder bei körper⸗ lichen Leiden.
Die Creizenach⸗Stiftung beſitzt in der B. H. Goldſchmidt⸗Stiftung(ſ. Programm vom Jahre 1874) und in der Perez und Auguſte Sabel'ſchen Stiftung(ſ. Progr. des Jahres 1885) Annexe, welche ihre Wirkſamkeit in der erwünſchteſten Weiſe unterſtützen.
Wir geben auf den folgenden Seiten ein Verzeichnis der im Laufe des Jahres für dieſe Stiftung eingegangenen Geſchenke, Vermächtniſſe und anderen Gaben; wir ſprechen für alle Zuwendungen im Namen der Schule unſern herzlichſten Dank aus und empfehlen die Förderung dieſer wohlthätigen Stiftung den Freunden unſerer Schule auf das angelegentlichſte. Die Verwaltung der Stiftung beſteht aus den Herren: Victor Ullmann(Vorſitzender), Dr. Baerwald, Adolph B. H. Goldſchmidt, Oberlehrer Dr. Epſtein und Oberlehrer Wertheim.


