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mit dem Prädikate eines Oberschulrathes Peehrt. Am 8. Juli brachten ihm alle Classen eine Abendmusik vor seiner Wohnung und überreichten ein gedrucktes lateinisches Gedieht, verfertigt vom Primaner Stoll, als Aus- druck des Gesammtgefühles der Anstalt.— Zugleich geruhten Se. Herzogl. Durchlaucht, den dritten Professor, J. P. Sandberger, nach 50 jähriger Dienstzeit und bei andauernder Rränklichkeit, mit Pension gnädigst in den Ruhestand zu versetzen. Den Ausdruck schuldiger Liebe und Dankbarkeit brachten ihm gleichfalls am 3. Juli alle Classen in einer Abendmusik vor seiner Wohnung und in einem gedruckten deutschen Gedichte, verfasst vom Primaner Friedemann.— Se. IHerzogl. Durchlaucht geruheten dar- auf, den bisherigen vierten Professor Lex zum ersten, den bisheri- gen ausserordentlichen Professor Rreizner zum ordentlichen zweiten, und den bisherigen ersten Conrector Schmitthenner am IHerzogl. Päda- gogium zu Wiesbaden zum dritten ordentlichen Professor, so wie die bis- herigen Collaboratoren, Dr. Cuntz und R. Rrebs, nebst dem bisherigen Lector Barbieux, zu ausserordentlichen Professoren gnädigst zu ernennen. (Verordnungsblatt Nro. 5 vom 24. Juli 1857.)
Christian Jac. Schmitthenner, geb. den 19. Ang. 1793 zu Bles. senbach, H. A. Runkel, wo sein Vater Prediger war, besuchte das Gym- nasium zu Weilburg, studirte 1314— 1817 zu Marburg Theologie und Philologie, bestand die Staatsprüfung 1817 in der Theologie, 1321 in der Philologie. Von 1817 bis 1321 war er Iauslehrer, von 1821 bis 1827 Lehrer an der lateinischen Privatschule zu Weilburg. Im Jahr 1827 wurde er Hülfslehrer am Herzogl. Pädagogium zu Dillenburg, und im Jahr 1350 zweiter, 1851 erster Conrector des II. Pädagogiums zu Wiesbaden.
2) Lehrplan.
Die im Lehrplane eingetretene Veränderung und zum Theil noch pro- visorische Verschung erhellet aus dem obigen Verzeichnisse. Bei legalen Abwesenheiten einzelner Lehrer geschehen die Vertretungen, ohne Combi- nation der Classen, auf die nach den jedesmaligen Umständen thunlichste Weise.


