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¹. Klaſſe wöchentlich 1 Stunde. Orientierung am Sternenhimmel; die Erde als Sphäroid; Rotation nebſt Fol⸗ gerungen, Revolution nebſt Folgerungen; die Mondphaſen; die Finſterniſſe; das Wichtigſte aus der Zeit⸗ rechnung. Hartmann.
7. Naturgeſchichte.
IIl. Klaſſe wöchentlich?2 Stunden. Sommer: Beſchreiben einzelner Pflanzen als Repräſentanten für Pflanzen⸗ gruppen, unter Hervorhebung der naturgeſchichtlich oder für Oekvnomie oder Induſtrie wichtigſten Vorkomm⸗ niſſe; Ordnen des gewonnenen Materials mit entſprechender Erweiterung; wöchentliche Exkurſionen, wobei Pidentlich anderartiger Stoff zu ſpäterer Mlanmähiger Vorarbeitung geſammelt wurde; Anleitung zum
eſtimmen und Einlegen der Pflanzen.— Winter: Die Klaſſen der Dhiere in monographiſcher Behand⸗ lung; eingehendere Belehrung über die 2 erſten Klaſſen, unter Hervorhebung der naturgeſchichtlich oder für Oekonomie oder Induſtrie wichtigſten Vorkommniſſe; die Lehre vom menſchlichen Körper mit den nächſt⸗ liegenden Regeln über Geſundheitspflege und phyſiſche Erziehung; überſichtliche Wiederholung des Jahres⸗ penſums nebſt Ergänzung des bwtapſehen Kurſus im Frühjahr.
II. Klaſſe wöchentlich 2 Stunden. Sommer: Beſchreiben einzelner Inſekten, Spinner und Kruſter, mit Rückſicht auf Ordnungs⸗ und Familienmerkmale, auf Nutzen und Schaden; wöchentliche Excurſionen; Anleitung zum Beſtimmen und Aufbewahren der Inſekten.— Winter: Beſchreiben und Vergleichen einzelner Mineralien, mit beſonderer Hervorhebung des chemiſchen Verhaltens, der Gewinnung und Denhungn Gruppirung des gewonnenen Materials zu Klaſſen, Ordnungen und Familien; überſichtliche Wiederholung des Jahrespenſums.
Hartmann.
8 Naturlehre
8. Klaſſe wöchentlich 2 Stunden. Die allgemeinen Eigenſchaften der Körper; Cohäſion und Adhäſion; das Weſent⸗
lichſte vom Magnetismus und der Reibungselektricität; ausführlicher die Berührungselektricttät in ihren
phyfiologiſchen, chemiſchen und elektromagnetiſchen Wirkungen; Telegraphie; die Lehre vom Licht und zwar:
eſſen, Verbreitung, Zurückwerfung und Drehung des Lichts; das farbige Licht und der Regenbogen; die
Haupibeſtandahene des Auges; deutliches und undeutliches Sehen; Gebrauch der einfachſten optiſchen Inſtru⸗ mente; Einiges von der Spannkraft der Luft und der Dämpfe. Zirvas.
9. Landwirthſchaft.
III. Klaſſe wöchentlich 1 Stunde. a. Gartenbau. Die während des Sommerſemeſters bei den praktiſchen Verſuchen im Seminargemüſe⸗ garten gewonnenen Erfahrungen wurden im Winterhalbjahre zu einer theoretiſchen Anleitung zum Anbau der Dauhbarſten Gemüſearten zuſammengeſtellt. 3 b. Obſtbau. Anlage, Einfriedigung und Eintheilung der Baumſchule nach Grundſätzen der Schlagwirth⸗ ſchaft; Kennzeichen guter Saatkerne und Steine, Sammel⸗, Aufbewahrungs⸗ und Saatmethode ageiterh⸗ Kultur des Sämlings in der Wildlingsſchule; Behandlung deſſelben vor bei und nach der Verpflanzung in die Edelſchule; das Sammeln, Aufbewahren und Verſchicken der Edelreiſer; Herrichtung des Verbandzeugs und Zubereitung des Baumwachſes; die einfachſten Veredlungsarten mit praktiſchen Verfuchen; Baumfchu⸗ arbeiten während der Arbeitszeit. Zirvas. II. Klaſſe, wöchentlich 1 Stunde. a. Gartenbau Das Allgemeine des Gemüſebaues; Anlage und Einrichtung des Gemüſegartens; die 3 Saatmethoden und ihre Anwendung; das Verpflanzen, Umlegen, Bleichen, Ernten, Aufbewahren, Durch⸗ wintern der Gemüſepflanzen; die Samenzucht; praktiſche Anleitung zur Behandlung eines ländlichen Ge⸗ müſegartens in den wöchentlichen Arbeitsſtunden. Hartmann. b. Obſtbau. Die Vorarbeiten zur Veredlung mit Bezug auf Edelreiſer, Verbandzeug und Unterlagen; Spalt⸗ und Rindpfropfen, Kopuliren, Anplätten, Sattelſchaften und Okuliren; Pflege des veredelten Stämm⸗ chens vom erſten Veredlungsjahr bis zum Verſetzen an den Standort mit Rückſicht auf den Hochſtamm und die verſchiedeneu Zwergbaumformen nach Grundſätzen der bewährteſten Kulturarten; Feinde der Baumſchule und Mittel zur Abwehr: Krankheiten und Mißſtände, womit die Snuſchul⸗ zu kämpfen hat und Beſeitigung derſelben; Anleitung zum Ausgraben, Beſchneiden, Ueberwintern und Verpacken der Bäumchen; Wahl des Standorts mit Berückſichtigung von Klima, Boden und Standortsarten; Verſuche in der Boimchule irvas. I. Klaſſe wöchentlich 1 Stunde. a. Gartenbau. Das Allgemeine des landwirthſchaftlichen Pflanzenbaues überhaupt; die Bedingungen des Pflanzenlebens; Boden, Bodenarten und Bodenbearbeitung; Beſtandtheile, Beſchaffenheit, Behandlung und Anwendung der Düngerarten. Mittel zur Fernhaltung oder Vertilgung der den landwirthſchaſtlichen Kulturen ſchädliche Thiere; jeweilige praktiſche Verſuche im Gemüſebau in den Aebeissſtundene artmann.
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