Aufsatz 
Die wichtige Pflicht der Lehrer, den Gefahren des Formalismus mit aller Sorgsamkeit zu begegnen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

17

i. Landwirthſchaft.

III. Kl. 1 St. Bedingungen des Pflanzenlebens; Bearbeitung und Verbeſſerung des Bodens, verſchiedene Benutzungs⸗ arten deſſelben; die Pflanzung und Behandlung des Hopfens, Tabaks und der Maulbeerbäume. Fortpflan⸗ zungsarten der Bäume; das Säen; Behandlung der Wildlinge in Samen⸗, Pflanz⸗ und Edelſchule; Eintheilung der letzteren; das Veredeln und Beſchneiden der Obſtbäume in der Baumſchule. Das Wichtigſte über Bo⸗ denbeſchaffenheit, Bearbeitung und Eintheilung des Gemüſegartens.

II. Kl. 1 St. Verſetzen und Behandeln der veredelten Bäume auf ihrem Standorte; Veredlung und Behandlung älterer Bäume; über Krankheiten der Obſtbäume und Haupthinderniſſe der Obſtbaumzucht; von den weſent⸗ lichſten Düngmitteln; die wichtigſten Gemüſepflanzen und deren Behandlung.

I. Kl. 1 St. Ueber Klaſſification des Obſtes, namentlich der Aepfel und Birnen; Beſchreibung einzelner Arten; Empfehlung der für rauhe Gegenden beſonders geeigneten Obſtſorten.

In geeigneten Stunden wurden ſämmtliche Klaſſen abtheilungsweiſe im Baum⸗ und Gemüſegarten praktiſch unterwieſen. Zitzer.

k. Theorie der Muſik.

III. Kl. Die allgemeine Muſiklehre fand gelegentlich beim Geſange und Klavierſpiele ihre Erledigung.

II. Kl. 1 St. Intervallenlehre; der Dreiklang; Anwendung deſſelben in verſchiedenartigen Harmonieſchritten; Har⸗ moniſirung der Tetrachorde und der auf⸗ und abſteigenden Tonleiter mit einem und mehreren Dreiklängen; Benutzung der Dreiklänge bei Chorälen. Die Umkehrungen des Dreiklangs nebſt Anwendung in Harmonie⸗ ſchritten. Der Septimenaccord; ſeine Verwendung in Verbindung mit den conſonirenden Accorden und bei⸗ Chorälen.

I. Kl. 1 St. Die verſchiedenen Arten der Septimenaccorde und die Umkehrung derſelben. Die Verwendung der Accorde bei der Modulation. Ausſetzen von Choralmelodieen mit und ohne gegebene Baßſtimmen. Feye.

B. Kunſtübungen. a. Schönſchreiben. III. Kl. 3 St. Uebungen in der deutſchen und lateiniſchen Schrift nach Vorſchriften. Tafelſchreiben und Taktiren wurden fleißig geübt. II. Kl. 1 St. Fortgeſetzte Uebungen der deutſchen und lateiniſchen Schrift, des Tafelſchreibens ꝛc.

II. u. I. Kl. 1 St. Deßgleichen fortgeſetzte Uebungen. Kl. I übte noch beſonders Fraktur und erhielt Anleitung zur Ertheilung eines methodiſchen Schreibunterrichts in der Elementarſchule.

b. Zeichnen.

III. Kl. 3 St. Zeichnen nach einfachen Vorlagen und Aufnahmen vorgelegter geometriſcher Körper. II. u. I. Kl. 2 St. Ornamenten-, Thier⸗, Kopf⸗ und Landſchaftenzeichnen nach Vorlagen.

Anmerk. Nach Anordnung Herzoglicher Landesregierung wurde in wöchentl. 2 St. für 11 Seminariſten(2 aus Kl. III., 4 3us Kl. II., 4 aus Kl. I.) Unterricht im gewerblichen Zeichnen ertheilt. Aus dem Fach⸗ eichnen: Holzverbindungen, Fachwände, Konſtruktionen von Dachſtühlen, Treppen, Brücken, Niſchen,

horen. Außerdem wurde das geometriſche Zeichnen, die darſtellende Geometrie und das Vergrößern von Ornamenten geübt. Becker.

e. Muſik. 1. Geſang. III. Kl. 2 St. Die Elemente des Gejamas einzeln und verbunden. Leichte mehrſtimmige Lieder. 1 St. Choralgeſang. emoriren ausgeſuchter Melodieen. II. u. I. Kl. 2 St. Mehrſtimmige Geſänge, Motetten ꝛc. für Chor⸗ und Soloſtimmen. 2 St. Choralgeſang mit und ohne Orgelbegleitung; Memoriren der gebräuchlichſten Choralmelodieen; Reſponſorien und mehrſtimmige Choräle. I. Kl. 1 St. Anleitung zum Ertheilen des Geſangunterrichtes in der Volksſchule und praktiſche Verſuche mit Kin⸗ dern. Das Vorſingen wurde in der Kirche und bei den Schulandachten geübt.

2. Orgel.

III. Kl. 2 St. in 2 Abtheil. Ausgewählte leichte Choräle; Pedalübungen.

II. Kl. 2 St. in 2 Abtheil. Die gebräuchlichſten Choräle mit Pedal; leichte Orgelſtücke.

I. Kl. 2 St. in 2 Abtheil. Choralſpiel mit Pedal; verſchiedenartige Orgelſtücke; mit den Geübteren das Trio⸗ ſpiel und ſchwierigere Orgelſtücke. Nothwendige Kenntniß der weſentlichen Theile der Orgel. Belehrung über den Gebrauch der Regiſter. Außerdem übten ſich die Zöglinge aller Klaſſen regelmäßig privatim auf der Orgel. Bei den Morgen⸗ und Abendandachten, ſowie zeitweiſe bei dem öffentlichen Gottesdienſte ſpielten die Seminariſten der I. Kl. abwechſelnd die Orgel.

3