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2 St. Die 4 Evangelien im Zuſammenhange bis zur erſten Ausſendung der 12 Apoſtel.
2 St. Katechismus: Die geſammte Glaubenslehre, die Lehre von der Buße und von den zukünf⸗ tigen Dingen— unter Anlehnung an den evangeliſchen Landeskatechismus. Lex.
1 Sr. Bibelleſen: Römerbrief vollendet von Cap. 12 an; 13 Pſalmen und Stücke aus der Offen⸗ barung Johannis geleſen und erklärt; etliche Pſalmen wurden memorirt, früher gelernte wiederholt.
Kirchengeſchichtliches— eingefügt in die Weltgeſchichte: Die Apoſtelzeit nebſt Einleitung in die apo⸗ ſtoliſchen Briefe; der Kampf der Kirche mit der heidniſchen Welt und mit dem Irrglauben in ihrer Mitte; die Kirchenlehrer Athanaſius, Chryſoſtomus, Ambroſius, Auguſtinus. Einiges über die Ordnungen und Hym⸗ nen der altkatholiſchen Kirche; Miſſion in England und Deutſchland. Muhammed. Göz. 5 2 St. Die 4 Evangelien im Zuſammenhange von der Verklärung Jeſu auf dem Berge bis zu Ende.
2 St. Theorie der Katechetik im Sommer, im Winter katechetiſche Uebungen der Seminariſten mit den oberen Knabenklaſſen der Elementarſchule nach Bibel und Geſarotc
1 St. Katechismuskatecheſen über die Glaubenslehre mit der oberen Mädchenklaſſe der Elementar⸗ ſchule.— Jeder Seminariſt katechiſirte fünfmal; die ſchriftlich ausgearbeiteten Katecheſen wurden zuvor cor⸗ rigirt und ſpäter von den Zöglingen, wie auch vom Lehrer kritiſirt. Lex.
1 St. Katecheſen über bibliſche Geſchichten in den 3 Klaſſen der Elementarſchule. Jeder Seminariſt katechiſirte dreimal.
2 St. Kirchengeſchichtliches in Verbindung mit der deutſchen Geſchichte: Gregor VII. und Inno⸗ cenz III.; der heilige Franziskus, Albigenſer und Waldenſer; Huß. Proben aus geiſtlichen Liedern des Mit⸗ telalters. Die 4 Reformatoren und ihre Zeit. Das deutſche evangeliſche Kirchenlied. Spener. Einiges über die Geſtaltung der evangeliſchen Kirche in neuerer Zeit. Göz.
b. Deutſche Sprache.
III. Kl. 2 St. Leſen und Deklamiren, im Sommer Becker, im Winter Lex.(Leſebuch für die oberen Klaſſen
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der Elementarſchulen).
4 St. Grammatik und Aufſatz: Lautlehre; Flexion und Etymologie der 9 Wörterklaſſen— nach Bauer; Wortanalyſe an den Leſeſtücken. 15 Aufſätze wurden gefertiget. Diktate als orthographiſche Uebungen. Becker.
. 5 St.(im Sommer 6). Ausführliche Wiederholung der Wortlehre; Satzlehre— nach Bauer's Gram⸗
matik; mündliche und ſchriftliche Uebungen im Analyſiren; orthographiſche Uebungen. 12 größere Aufſätze und daneben kleinere Geſchäftsaufſätze wurden ausgearbeitet und ſowohl ſchriftlich, als mündlich korrigirt.
Die in Kl. III. gelernten Gedichte wurden wiederholt, und zwölf neue erklärt und gelernt. Viele proſaiſche Stücke im Leſebuche wurden geleſen und theilweiſe beſprochen.(Wackernagel's Leſebuch II.) Göz. 3 St. Sprachpraxis: Lautiren, Syllabiren und Buchſtabiren; Behandlung von Leſeſtücken aus dem Naſſ. Leſebuche nach ſachlicher und ſprachlicher Seite; Anleitung zur 2 ehandlung der ſchriftlichen Aufgaben. Die praktiſchen Uebungen fanden in der hieſigen Elementarſchule Statt. Becker.
4 St. Grammatik: Wiederholung des Früheren. Styliſtik: Die Eigenſchaften des guten Styls und ſeine 3 Hauptarten im Allgemeinen; die Redefiguren; Pöire und Proſa.— Folgende Themata wurden ausführlich bearbeitet: 1) Ueber den Gebrauch der Zeit— nach chiller's„Spruch des Confucius“. 2) Soll man auch ſchon den kleinſten Kindern in der Elementarſchule bibliſche Geſchichten erzählen? 8) Ueber den Nutzen der Geſchichtskunde, 4) Vergleichung der Gedichte„Erlkönig“ von Göthe und„Erlkönigs Tochter“ von Herder. 5) Das Anziehende der Beſchäftigung mit der Naturwiſſenſchaft. 6) Vergleichung zwiſchen des Geſchichtſchreibers und des Dichters Erzählung von Winkelrieds Opfertod.(Wackernagel III. No. 100 u. 101). 7) Der Werth des Geſangs in der Volksſchule. 8) Wie iſt die Geographie in der Elementarſchule anregend und nutzbar zu behandeln? 9) Lob der Orgel.(Rede). 10) Warum iſt dem chriſtlichen Lehrer vor Allem die Salbung des heil. Geiſtes vonnöthen?— Amtliche Aufſätze.— Leſe⸗ und Declamirübungen; 10 Ge⸗ dichte erklärt und memorirt.(Wackernagel III.) Göz.
c. Evangeliſche Volksſchulpädagogik.
. 2 St. Im Sommer die Lehre von der Schule: Bedürfniß, Weſen, Zweck, Stellung, Gattungen und Bil⸗
dungsmittel der Volksſchule; äußere und innere Einrichtung derſelben hinſichtlich der Lehrer und Schüler, insbeſondere im Vaterlande; Weſen, Grundſätze und Mittel der Disciplin oder Schulzucht.— Im Winter aus der Lehre von der Zucht die vorbereitenden pädagogiſchen Grundbegriffe nebſt einer populären und über⸗ ſichtlichen Geſchichte des Erziehungsweſens, ſodann das Weſentliche über den Erzieher und über die anzu⸗ wendenden Mittel der Zucht..
1 St. Fortſetzung der beſonderen Lehre von der Zucht: Der Zögling, ſeine Natur, Individualität; Gebiete der Zucht: Phyſiſche, äſthetiſche, intellectuelle, morgliſche, politiſche, religiöſe Erziehung. Einiges aus der ſpe⸗ ciellen Pädagogik. Elementarunterrichtskunde im Allgemeinen und Beſonderen unter Hinweiſung auf das Specielle in der Katechetik und in den Unterweiſungen der betreffenden Herrn Seminarlehrer.
d. Lehre vom Menſchen.
I. Kl. 2 St. Allgemeines über den Menſchen; Körperlehre überſichtlich und in pſychologiſcher Beziehung; Seelen⸗
leher eingehend; Lehre vom Geiſte. Erniges für den Elementarlehrer Wichtige aus der ſpeciellen Pſycho⸗ ogie. Lex.


