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den Pflug legt, aber anſtatt mit vorwärts gerichtetem Blicke die ſchwere Pflügerarbeit zu verrichten und gute, grade Furchen zu ziehen, vom Pfluge wegſieht. Da wird es weder zu einem freudigen Arbeiten, noch zu einer tüchtigen Arbeit kommen. Begeiſterte Hingebung in ungetheilter Aufmerkſamkeit fordert die Arbeit im Reiche Gottes. Führt ſie doch auf einen Schauplatz, auf dem man ohne Begeiſterung nicht verweilen, ſtrebt ſie doch nach einem Ziele, auf das man ohne Begeiſterung nicht hinſehen, macht ſie doch Anforderungen, die man ohne Begeiſterung nicht erfüllen, und eröffnet ſie doch eine Ausſicht, bei der man ohne Begeiſterung nicht verweilen kann! Wer die Aufgabe des geiſtlichen Berufes nur richtig auffaßt und das Gefühl für das Höhere nicht in banauſiſcher Erbärmlichkeit eingebüßt hat, der kann ja nicht ohne Begeiſterung ſich ihm widmen. Aber in dieſer Begeiſterung findet er, ja ſie ſelber iſt ſchon Erhebung über jede kleinliche und beengende Sorge, welche die Thatkraft in ihrer friſchen, freudigen, energiſchen Entwickelung hindern oder ſie niederhalten könnte. Sie gibt die Freudig— feit eines Gottvertrauens, welches mit heiterer Sorgenloſigkeit erfüllt. Für die Sache des Herrn fürchten Sie da nichts. Denn wenn auch Himmel und Erde verge⸗ hen, ſeine Worte werden nicht vergehen und die Säulen ſeines Reiches wer⸗ den nicht einſtürzen, ſollten auch alle Erdenreiche zuſammenfallen. Die daran arbeiten, ſie können entbehren, dulden, kämpfen müſſen und für ihre Perſon vielleicht unterliegen. Aber ihre Arbeit, in Gott gethan, iſt nicht vergeblich. Ihr Dulden und Kämpfen iſt eine Ausſaat, welche Segensfrucht für die Sache Chriſti und ſie ſelber bringt. Wenn ſie unterliegen, ſo iſt an das Wirken des Einzelnen der Beſtand des Reichs Gottes nicht gebunden. An die Stelle der fallenden Streiter rücken, von dem Herrn der Kirche geſendet, neue ein, die entſtandenen Lücken auszufüllen. Die Stätten, wo Gottesmän⸗ ner im Kampfe für die Sache Chriſti fallen, werden Siegesſtätten, auf welchen dieſe neue Triumphe feiert. Sie aber, die den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und Treue gebalten haben, die gehen ein zu ihres Herrn Freude und es wird ihnen die Krone der Gerechtigkeit.
Sind Sie, wie wir vorausſetzen, mit Aufmerkſamkeit und Theilnahme der Ent⸗ wickelung der Kirche auf Erden gefolgt, dann wiſſen Sie es, daß ohne dieſe Freudig⸗ keit des begeiſterten Gottvectrauens weder die Pflanzung und Ausbreitung, noch die Erhaltung und Wirkſawkeit der Kirche geworden wären, was ſie geworden ſind. Be—


