Aufsatz 
Die Regierungsschulen in den deutschen Schutzgebieten
Entstehung
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D. Landschaft Nord-Digo:

12. Gombero, Distrikt Gombero. Lehrer Kibaha. 13. Bwiti, Bwiti. lLilli.

E. Landschaft d-Digo: 14. Pande, Distrikt Pande. Lehrer Mganga.

F. Landschaft Bonde:

15. Sega, Distrikt Magila. Lehrer Muhamadi 8. 16. Kwa Marimba, Kwa Chambange. Mbarukmu. 17. Kwa Muhanya, Kwa Muhanya. Mlangwa. 18. Kitivo, Kumba. Mundolwa. 19. Kwa Mkului, 2 Bwembwera. Nkupe.

20. Bagamoyo, Kwa Nundu. Numa.

G. Landschaft Ost-Usambara:

21. Amani, Distrikt Mlesa. Lehrer Jusufu. 22. Kizara, Kizara. Kombo.

Die Zahl der Schüler betrug an diesen 22 Bezirksschulen im Oktober v. J. ungefähr 450, sie soll sich aber seit dieser Zeit ganz bedeutend vermehrt haben. Viele Gemeinden des Bezirks haben schon auf eigene Kosten besondere Schulhäuser mit Lehrerwohnung erbaut und mit dem nötigen Inventar ausgestattet,sodass man beim Eintritt sich in eine heimische Dorfschule versetzt glaubt. Andere Gemeinden haben mit dem Bau von Schulbhäusern be- gonnen. In einigen Ortschaften ist die Schule noch in gemieteten Räumen untergebracht. Der Schulbesuch ist obligatorisch, und die Schüler sind in 2 Gruppen eingeteilt, von denen die eine vormittags, die andere nachmittags unterrichtet wird.

Der Einfluss dieser Bezirksschulen, deren kulturelle Bedeutung mit allem Nachdruck betont werden muss, wird sich schon sehr bald in der Hebung des Bildungszustandes der Eingeborenen fühlbar machen, und dem Regierungslehrer Blank sowie dem Bezirksamtmann in Tanga muss für ihre Gründung das uneingeschränkteste Lob gezollt werden. Da wir von der Zukunft dieser Schulen für die Erstarkung der geistigen und sittlichen Kräfte der ein- geborenen Bevölkerung grosse Erwartungen hegen, so können wir nicht umhin, uns mit ihnen noch etwas eingehender zu befassen. Wir können dies nicht besser thun, als wenn wir einige Stellen aus dem uns zur Verfügung gestellten Berichte des Regierungslehrers Blank über die Entwickelung dieser Anstalten vom 1. Mai bis 1. Oktober 1899 hier wörtlich wiedergeben:.

Wenn wir auch noch etwas weit von dem Ziele entfernt sind, dass jedes Dorf wie zu Hause seine eigene Schule hat, so sind doch nur noch wenige Schulen nötig, um jedem einzelnen Schüler im Bezirk die Möglichkeit zu bieten, in einem Umkreise seines Heimatsdorfes von höchstens 1 Stunde Gelegenheit zur Erwerbung von Kenntnissen zu finden. Wie einfach der Schulbesuch geregelt ist und somit den Schulen eine stets gute Frequenz sichert, wie jeder einzelne Ort zum Tragen der Schullasten(für Bau und Ausstattung des Schulhauses, Besoldung der Lehrer etc.) mit herangezogen wird, die Art der Beaufsichtigung und Kontrolle der Schulen, um ihre Erfolge immer mehr zu steigern, die immer weitere Ausgestaltung des Lehrerbildungs- wesens das alles böte gelegentlich auf anderen Blättern Stoff des Interessanten in Fülle...

Einer der ersten Erfolge dieser Einrichtung von Schulen allerorts war, dass am 1. April 1899 eine Verfügung für den Bezirk Tanga erlassen werden konnte, wonach von diesem Tage an Schreiben jeglicher Art nur noch in lateinischen Lettern bei den Behörden angenommen werden. Auf diese Weise wird der zur Darstellung des Kisuahili höchst ungeeigneten arabischen Schrift und mit ihr noch so manchem anderen mit der Zeit der Garaus gemacht werden.

Sobald die Schüler der Hinterlandsschulen sicher im Lesen und Schreiben sind, sowie im Zahlenkreise bis 1000 rechnen können, werden sie der Tangaschule übermittelt, um hier energisch auch in den übrigen Unterrichtsgegenständen der heimatlichen Volksschule weiter gefördert zu werden, und dann nach Anlage, hin und wieder auch Neigung speciellere Aus- bildung zu empfangen. Da die Schule hauptsächlich durch Abgabe von brauchbaren vorge-

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