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in Ehren wollen ſie ſeine tüchtigen Reiter ſein:„Nichts, ihr Herrn, gegen die Disciplin“.
Leute, die ſo denken und reden, werden mit Wallen⸗ ſtein nicht durch Dick und Dünn gehen. Als er zu einem Entſchluß getrieben wird und es zum Eidbruch kommen ſoll, wie er den Kaiſer verrathen und es mit den Schweden halten will, da machen ſie Halt; ſie wollen ſchließlich darüber nur ein Ja oder Nein von ihm aus ſeinem eignen Mund und er mag treuherzig gegen ſie ſein, wie er will, und ſie unter⸗ ſcheiden und auszeichnen in der großen Menge,— auf ihr Rechtsum(III, 16) ſind wir vorbereitet. Als Terzky's Regi⸗ menter den kaiſerlichen Adler von den Fahnen reißen, ver⸗ laſſen ſie ihn; alles Rufen:„Halt, Kinder, halt;— hört doch; bleibt“; nutzt nichts, ſie hören nicht. Sie nehmen Stellung gegen ihn, daß ſie Kanonen auf ſein Haus richten, er will ſie mit Kettenkugeln empfangen. Ein lautes, langes Vivat Ferdinandus erſchallt auf dem Platz.
Als weder im Kampf gegen den Kaiſer, noch gegen den Feldherrn Ehre zu holen iſt, gehen ſie mit Max Picco⸗ lomini in den Tod; ſie ſind dem kühnen Führer kühn gefolgt.
Es ergriff, als ſie den Führer fallen ſahen, Die Truppen grimmig wüthende Verzweiflung, Der eignen Rettung denkt jetzt Keiner mehr. Gleich wilden Tigern fechten ſie.
Und eher nicht erfolgt des Kampfes Ende, Als bis der letzte Mann gefallen iſt.
Selbſt für Thekla wird die Schaar der Treuen, die auch im Tod von ihm nicht laſſen wollten, der ihres Lebens Führer war, ein Beiſpiel, ihm nachzufolgen.
Es ſchwebt ein gut Theil von dem idealen Heldenthum, mit dem Schiller den Max, den Regiments⸗Oberſten, um⸗ geben hat, anch um dieſe Küraſſiere.


