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Bauern abgeben im Spiel. Sein Auftreten macht Eindruck, daß der Arkebuſier, den der Bauer auch gedauert hat, ſeine Freude daran hat und die Uebrigen es ruhig geſchehen laſſen. Mit Stolz hält er auf ſich und will nur ein Leben, in dem er ſich fühlen kann. Da die Zeiten ſchwer ſind und das Recht nicht mehr bei der Waage iſt, da es über den Land⸗ mann und über den Bürger, über den Edelmann und über den Geiſtlichen hergeht, ſo wählt er den Stand, in dem er als Reiter von ſeinem Roß auf das Gehudel unter ihm leicht wegſchauen kann; wenn nur die Wahl bleibt, ob Am⸗ bos oder Hammer, will er nicht auf ſich trommeln laſſen. Er kann Bürger und Bauern bedauern, mit Wehmuth ſieht er auf die Dörfer und Städte, aber gerade darum gefällt ihm kein Rock, wie ſein eiſernes Wamms.
Als die Kürafſiere auftreten, wird der Ton der bis dahin herumfahrenden, immer wechſelnden Unterhaltung ernſter, es kommt Plan und Ordnung in das Durcheinander. Sie werden die Wortführer, als es gilt, ſich den kaiſerlichen Forderungen wegen der 8000 Reiter zu widerſetzen; die allgemeine Stimmung iſt für ſie nicht maßgebend, nicht ein⸗ mal der kaiſerliche Brief ohne Weiteres; als der Feldherr im Stich gelaſſen wird, ſchicken ſie noch einmal zehn Abge⸗ ordnete an ihn im Namen des Regiments und erbieten ſich, ihm beizuſtehen gegen Jeden; wenn die Regimenter alle ſich von ihm wenden, wollen ſie allein ihm treu ſein, ihr Leben für ihn laſſen.— Das lautet gewiß Alles ganz und gar Wallenſteiniſch. Aber gerade dieſe Küraſſiere wollen das Promemoria in tiefſter Devotion einreichen, dem Max Picco⸗ lomini, der auch bei des Kaiſers und Königs Majeſtät einen großen Stein im Bret hat.
Des Kaiſers Dienſt ſteht ihnen über Allem:
Iſt denn darüber Zank und Zwiſt, Ob der Kaiſer unſer Gebieter iſt;


