Aufsatz 
Die Entwickelung der deutschen Orthographie bis zur Gegenwart mit Rücksicht auf das von der Schule zu befolgende Prinzip / Leimbach
Entstehung
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Siebert. Thamer. Weintraut. Quarta: Fladung. Gans. Klee. Dauber,

Karl. Schmidt. Schneider. Unkel. Seil. Spörhaſe, W. Röthe. Lederer.

Brühl. Schaumberg. Quinta: Pfuſch. Ammen häuſer. Wöllenſtein. Heuſer.

Jammer. Spörhaſe, K., Grau. Ernſt. Gail. Gies. Strippelmann. Sachs.

Mütze. Bacharach. v. Gehren. Schmidt, Jean. Raabe. Rothſchild. Bickert.

Bedfr Schmidt II., Heinrich. Runkel. Zeiße, Louis. Eidam. Eucker. Sexta: ulz.

Auch die Confirmanden aus den 3 oberen Klaſſen mußten dieſe Stunden beſuchen, da der Confirmandenunterricht mit dem obligatoriſchen Zeichenunterricht genannter Klaſſen zu derſelben Zeit gehalten wurde.

Um eine Verſchiebung der Ferienarbeiten der Schüler auf die letzten Tage zu verhindern, hatte es der Unterzeichnete auch in dieſem Jahre übernommen, die Ferienarbeiten der Schüler der 3 unteren Klaſſen an 2 beſtimmten Tagen in den 3 wöchigen Sommer⸗ und Herbſtferien nachzuſehen, worin er vom Collegen Leimbach unterſtützt wurde.

Die Ferieu im verfloſſenen Schuljahr waren nach Vorſchrift in voller Uebereinſtimmung mit dem hieſ. Gymuaſium, da ein Grund zu einer Abweichung nicht vorhanden war. Es waren Ferien im Sommer 3 Wochen, vom 7. bis 27. Juli, im Herbſt 3 Wochen, vom 22. Septbr. bis 12. Octbr. und 2 Wochen zu Weihnachten vom 22. Dez. bis 5. Jan. Außerdem mußte der Unter⸗ richt an 2 Nachmittagen wegen der Hitze ausgeſetzt werden. Am 10. Septbr. wurde die gemein⸗ ſame Tour, welche in hergebrachter Weiſe jedes Jahr ausgeführt wird, unternommen. Das Ziel war dieſes Mal ein nicht gewöhnliches und beſonders intereſſantes, nämlich dem in dem nahen Ebsdörfer Grunde ſtattfindenden Herbſtmanöver nebſt Bivouac zuzuſchauen. Das Vergnügen würde vollkommen geweſen ſein, wenn nicht ein ſtarker Regen eingetreten wäre. Am 12. Febr. erhielten die Schüler den Nachmittag frei, um ſich auf dem Eiſe zu vergnügen, wozu das Wetter beſonders einladend war.

Zu Johannis v. J. war denn der Umbau des Schulhauſes in der Untergaſſe ſoweit vorge⸗ ſchritten, daß die Bürgerſchule hineinverlegt werden konnte. Dadurch wurde nun das Schulhaus am Kirchhofe der höheren Bürgerſchule zum alleinigen Gebrauch überwieſen. Dasſelbe bietet nun die nothwendigen Räumlichkeiten für Lehrzimmer und Kabinete, ſowie auch einen Saal zu der Hora und den Schulactus dar; außerdem enthält das Haus eine Wohnung für den Diener. Nachdem die hieſ. Turngemeinde die Turngeräthe vom Kämpfraſen entfernt und in dem von derſelben angekauften Garten aufgeſtellt hatte, wurde auch einige Zeit im Sommer daſelbſt der Turnunterricht für die Schüler der verſchiedenen Stadtſchulen ertheilt. Es ſtellten ſich jedoch ſehr bald manche Unzuträg⸗ lichkeiten in Folge der daſelbſt geführten Wirthſchaft heraus; weshalb auch während eines Theiles des Sommers die Turnhalle benutzt werden mußte. Um ſo angenehmer war es daher, zu ver⸗ nehmen, daß es ſich nun wohl bald verwirklicht, daß der untere Theil des Renthofes zu einem Turnplatze für die ſtädtiſchen Schulen hergerichtet wird. Auch iſt bereits vom hieſ. Militär⸗ Commando die Erlaubniß ertheilt, das Exercierhaus bei ungünſtiger Witterung zu Freiübungen benutzen zu dürfen. Am 2. September, welcher Tag doch immer allgemeiner als zu einem Erinnerungs⸗ feſt an die glorreichen Ereigniſſe der Jahre 1870 und 71 geeignet angeſehen wird, wurde eine Schulfeier veranſtaltet, bei welcher Declamationen mit patriotiſchen Liedern wechſelten. Die Feſt⸗ rede hielt der Unterzeichnete und ſprach über die Frage: Warum feiern wir nationale Erinne⸗ rungsfeſte und warum iſt eine Betheiligung der Jugend an denſelben wünſchenswerth, ſelbſt geboten.

Am 22. März wurde auch in dieſem Jahr der allerhöchſte Geburtstag Sr. Majeſtät unſeres Kaiſers und Königs Wilhelm I. in der Aula der Anſtalt feſtlich begangen. Nach Abſingung eines mehrſtimmigen Chorals wurde vom Rector ein Gebet geſprochen; es folgten dann Declamationen von einem Schüler jeder Claſſe, welche mit geeigneten Geſängen abwechſelten. Die Feſtrede hielt Herr Dr. Schäfer. Derſelbe wies auf die Bedeutung des letzten Decenniums, insbeſondere für Deutſchland hin. An die Wiedergewinnung des Elſaßes anknüpfend, zeigte er dann, wie trotz der franzöſiſchen Verſuche das neue Reichsland in Sprache und Wiſſenſchaft deutſch geblieben ſei. Zum Schluſſe des feſtlichen Actus wurde die National⸗HymneHeil Dir im Siegerkranz geſungen.

Herr Provinzial⸗Schul⸗Rath Kretſchel erklärte bei ſeiner Anweſenheit hierſelbſt, daß, nachdem wiederum die Abiturienten⸗Prüfung ein ſehr befriedigendes Reſultat ergeben, nunmehr ſolche Anordnungen zu treffen ſeien, welche noch erforderlich wären, damit die Anſtalt in allen ihren Klaſſen mit den

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