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die alte Fugelesburg zu beſtimmen, ſo würde man ſehr auf Abwege gerathen..
In ähnlicher Lage befindet man ſich auch, wenn es ſich daru handelt, die Grenzen der alten Buchonia feſtzuſtellen, wobei man genau die verſchiedenen Bezeichnungen, welche nach und nach zu verſchiedenen Zeiten mit dem Worte verbunden werden, ausein⸗ ander zu halten hat. Es wird demgemäß zunächſt feſtzuſtellen ſein, zu welchen Zeiten, ſodann weiter in welchen Geſchichts⸗ quellen der Name Buchonia vorkommt, und welche Lage und welche Beſchaffenheit ſie damals hatte.
Gregor von Tours) erzählt, daß im Jahre 509 zur Re⸗ gierungszeit des Stifters der fränkiſchen Herrſchaft, des erſten Mero⸗ wingers Chlodowech, bekannt durch ſeine Hinterliſt, mit welcher er ſeine Verwandten behandelte, in Köln der König der ripuariſchen Franken Siegebert regiert habe. Chlodowech ſandte zu Chloderich, dem Sohne dieſes, und ließ ihn auf das Alter und die Schwäche ſeines Vaters hinweiſen, mit dem Bemerken, daß, wenn ſein Vater todt ſei, er das Reich desſelben erben und freundſchaftlichen Schutz Seitens Chlodowechs zu gewärtigen habe. Auf dieſe Weiſe wurde Chloderich verlockt, nach der Herrſchaft ſeines Vaters zu trachten und dieſen aus dem Wege zu räumen. Die Gelegenheit bot ſich bald.
Der alte König verließ einſt ſeine Pfalz zu Köln, ging über den Rhein, in den buchoniſchen Wald(per Buconiam silvam) und wurde dort gerade um Mittag in ſeinem Zelte ſchlafend durch von ſeinem Sohne gedungene Mörder erſchlagen. Die weitere Geſchichte liegt von unſerem Ziele ab, es genügt, nur zu bemerken, daß den Mörder dasſelbe Loos traf, das er ſeinem Vater bereitet hatte, in⸗ dem ihm der Hirnſchädel mit einer Streitaxt geſpalten wurde.
In dieſer zwei ten Erwähnung der Buchonia bei Gregor von Tours hat man ²) die silva Buchonia finden wollen und daraus ge⸗ folgert, daß um dieſe Zeit und zu Folge dieſes Ereigniſſes Bucho⸗ nien zu dem Frankenreiche Chlodowechs gekommen ſei. Andere) haben dieſe Anſicht verworfen, und mit Recht. In dieſer Buchonia des Gregor von Tours iſt nichts anderes als der Namen einer der Köln gegenüberliegenden, mit Buchen bedeckten Waldhöhen zu ſehen. Man kann aus keiner Urkunde und aus keinem Schriftſteller einen Beweis bringen, daß die Buchonia von der Fulda bis an den Rhein oder auch nur annähernd dorthin ſich erſtreckt habe, zumal auch
¹) II, 40(bei Bouguet, II, 184). Wenck, II, 153. ²) Wenck und Rudhart, I. c. ³) Zeuß, S. 344.


