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hinaus ausgedehnt habe. Es würde alſo ſelbſt für den Fall, daß die anderen Merkmale zuträfen, ſchon hiſtoriſch unmöglich ſein, die weſtlichen Theile des Thüringerwaldes mit der Buchonia in Zu⸗ ſammenhang zu bringen, geſchweige denn, ſie für identiſch zu er⸗ klären. Dazu kommt noch, daß das wellenförmige thüringiſche Bergland nirgends, am allerwenigſten aber in ſeiner weſtlichen Ausdehnung, den Charakter einer Felsmauer trägt, und daß es zwar Franken und Thüringer im Mittelalter trennte, aber niemals Chatten und Cherusker, ſo wenig wie die Buchonia, ſelbſt wenn man ihre Ausdehnung bis zur weitmöglichſten Grenze nach Norden, bis zum Meißner annimmt, jenſeits welches Berges dann beide Völker im Werra⸗ und Weſerthal in ungehinderter Ge⸗ meinſchaft geblieben wären, jemals Chatten und Cherusker ge⸗ ſchieden hat. Wollte man aber auch ganz den Zuſammenhang der Bacenis mit dem Thüringerwald fallen laſſen und nur auf die Buchonia allein die Identität mit Bacenis legen, ſo iſt der Charakter dieſer Höhenzüge, über welche die Buchonia des Mittelalters ſich er⸗ ſtreckte, durchaus nicht mit der Beſchreibung Cäſars zu vereinigen: die Richtung(„hanc longe introrsus pertinere“), d. h. von Weſten nach Oſten, würde eher hier die entgegengeſetzte ſein müſſen, und es bleibt deshalb nichts anderes übrig, als die Identität der Bacenis Cäſars mit der Buchonia ganz aufzugeben. Die andere Anſicht, ob ſtatt des Harzes die Gebirgsgruppe des Eggegebirges für die silva Bacenis einzuſetzen ſei, mag als offene Frage dahin geſtellt ſein, es genügt für unſeren Zweck, feſtge⸗ ſtellt zu haben, daß die Bacenis Cäſars nicht mit silva Buchonia identiſch iſt. Eine definitive Entſcheidung iſt um ſo ſchwieriger, als es noch im 8. und 9. Jahrhundert mit großen und unentwirr⸗ baren Schwierigkeiten ſich verbunden zeigt, Grenzlinien politiſcher Theile, wie der Grafſchaften und der Herzogthümer, genau feſtzuſtellen. Um wie viel mehr wachſen noch dieſe Schwierigkeiten für Beſtimmungen über geographiſche Verhältniſſe, wenn dieſelben noch vor Chriſti Geburt liegen, zumal bei der Ungenauigkeit der Angaben und bei dem Mangel eigener Anſchauung, wie hier bei Cäſar, der ſich lediglich auf die Berichte ſeiner Kundſchafter verließ. Zu welchen Anſchauungen das ſchließlich führen mußte, davon haben wir bei Cäſar in der Be⸗ ſchreibung der Silva Hereynia ein ſchlagendes Beiſpiel. Aus ſpäteren Verhältniſſen und Bezeichnungen auf frühere ſchließen zu wollen, iſt ebenfalls nicht immer geboten, ja ſogar gradezu irreführend. Wollte man z. B. von der Lage und Ausdehnung, wie die neuere Geographie ſolche dem Vogelsgebirg gibt, ausgehen, um darnach


