Lateinisch 9 St.: Regelmäßige Formenlehre nach Ostermann-Müller, Lateinisches Uebungs- buch für Sexta, Ausgabe A. Im Winterhalbjahre wöchentlich eine Klassenarbeit. Loele.
Erdkunde 2 St.: Im Sommer zweistündige Wanderungen in die Umgebung und bei Be- schreibung und Zeichnung derselben Bildung der einfacheren geographischen Grund- begriffe. Im Winter Geographie von Thüringen. Peter, seit 5. Dez. Köhler.
Rechnen 3 St.: Die 4 Grundrechnungsarten im unbegrenzten Zahlraum mit unbenannten und einfach und mehrfach benannten Zahlen. Schlußrechnung in einfacher Weise. Zeit- rechnung. Mohr.
Naturkunde 2 St.: Einzelformen der heimischen Pflanzen- und Tierwelt. Im Anschluß an den geographischen Stoff die wichtigsten Industrien des Thüringer Waldes. Peter, seit Weihnachten Kolesch.
Schreiben 2 St.: Deutsche Schrift. Mohr.
Zeichnen 2 St.: Umrißlinien einfacher Körper aus der Umwelt des Schülers. Gebrauch von Blei, Pastell und Wasserfarben. Mohr.
An den wahlfreien Unterrichtsstunden nahmen teil: 1. im Hebräischen in der 1. Ab- teilung 2 Schüler aus Ia und 4 Schüler aus Ib, in der 2. Abteilung 6 Schüler aus IIa.— 2. im Englischen in der 1. Abteilung 11 Schüler aus Ta, in der 2. Abteilung 17 Schüler aus Ib.— 3. in der Stenographie aus IIIa 14 Schüler.— 4. im Zeichnen in einer Abteilung im S. aus Ia 1 Schüler, aus IIa 3, aus IIIa 5 und aus IIIb 4 Schüler; im W. aus IIa 1, aus IIIa 5 und aus IIIb 3 Schüler.
Zum Turnunterrichte.
Um die Schüler zu eifriger Teilnahme am Turnunterrichte anzuspornen und erfolg- reiche Betätigung in allen Leibesübungen zu belohnen, haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog Mittel zur Gewährung von Preisen an die Schüler bis auf weiteres für jedes Jahr bewilligt. Indem die Direktion für diesen gnädigen Beweis landesväterlicher Fürsorge für das junge Geschlecht auch an dieser Stelle herzlichst dankt, hofft sie, daß für alle Schüler dies ein Antrieb sein wird, sich in ihrem eigenen Interesse eifrigst an allen Turn- übungen zu beteiligen. Gewandtheit, Kraft und Gesundheit, diese wichtige Mitgift für das Leben eines jeden, werden am erfolgreichsten in der Jugend durch ein zweckdienlich be- triebenes und von einem Sachverständigen geleitetes Turnen gefördert und gestählt. Diese Körperübung soll zugleich ein Gegengewicht gegen die durch die Schularbeit bedingte Be- wegungslosigkeit des Schülers sein. Um jeden einzelnen möxglichst viel zu den Uebungen heranzuziehen, werden von Ostern ab die größeren Turnabteilungen, in denen bisher geturnt werden mußte, geteilt, sodaß immer nur eine Klasse turnen wird. Indem der intensiv be- triebene Turnunterricht Mut und Entschlossenheit, Selbstbeherrschung und Selbstvertrauen im Schüler weckt, wirkt er zugleich auf die Charakterbildung förderlich ein. Darum darf kein Schüler ohne die zwingendsten Gründe von diesem wichtigen Unterrichtszweige fern- bleiben. Seine Bedeutung wird von manchen Eltern, von manchem Schüler und leider auch von manchem Arzte nicht genügend gewürdigt. Wir richten darum an die Eltern unserer Schüler, an deren Stellvertreter und an die Aerzte die dringende Bitte, nur in unbedingt notwendigen Fällen Gesuche um Dispensation von diesem Unterrichte einzureichen. Die Gesuche werden dem Schularzte von uns zur Begutachtung unterbreitet werden.
C. STIFTUNGEN.
1. Teils ganze, teils halbe Schulgeldfreistellen wurden am 9. April 1910 durch Kon- ferenzbeschluß an 27 Schüler verliehen. 2. Das Sparkassen-Stipendium in Höhe von je 72 Mark erhielten: Bergner(Ia), riedrich(TI b), Veit(II a), Machts(IIb), Grieshammer(III a), Häntzschel(III b). 4


