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Am 13. Mai 1325(da man zalte nach Gods geburte druzenhundirt iar in deme vunve uud zweinzegistin iare uf den mandach vur unsirs herin hymelvart)¹) bekennen die Schöffen, dass der edle Herr Gerlach zu Limburg mit ihnen vereinbart hat: wer zu Lympurg man oder wib für seine Seele Stiftern oder Klöstern oder Geistlichen korngilde, pfenniggilde, haus oder hobe- stat innerhalb des Gerichtsbannes zuwendet, dessen nächste Erben sollint und mogint daz gut losin und beschudin ie di marg geldis mit zwolf markin und di malder korn geldis mit vier mar- kin gudir pennige dri haller gezalt vur ie den pennig unde huis hob unde hobestait alse wir scheffenin sprechin das man di umme zins virligin moge darnach sallint iz die nestin erbin losin ie di marge umme zwolf marge unde were daz sache daz di nestin erbin vur armude daz guit nit mochtin gelosin so sollint darna di nestin erbin di wir scheffenin von Lympurg sprechin daz si darnest di nestin erbin sien daz guit losin etc. inmochtin abir di vur armude daz guit niet gelosin so mach unse herre von Lympurg oder weme he is gan dez guit unde beschudin in allir der wis etc. wer auch daz dir hynre oder di hiene di daz guit besestin keyne erbin inliessin so mach abir unse herre von Lympurg oder wem he is gan daz guit losin ete. unde wir schef- fenin und di stait von Lympurg gelobin in gudin truwin wer sich herwider setzin wulde daz sal unse herre von Lympurg angrifin zu werene mit lybe und mit gude unde sullin wir ieme darzu bestandin und behulfin sien mit lybe unde mit gude.
Diese Ordnung wird verständlich, wenn man bedenkt, dass nicht nur den in Limburg be- stehenden kirchlichen Anstalten Mobilien und Immobilien durch Schenkung zugewendet wurden, sondern dass dort auch auswärtige Klöster bedacht wurden und ein neues Institut in dieser Zeit besonderer Gunst sich erfreute.
Die Cisterzienser in Eberbach standen auch in Limburg und Umgegend in hohem Ansehen. Schon 1246 hatte ein Mönch Gerlamo von Eberbach in Limburg ein Haus geerbt; im J. 1274 hatte Gisele ein steinernes und ein hölzernes Haus dem Kloster geschenkt; die später zu er- wähnende Schenkung der Beghine Mechtild im J. 1277 aber fügte zu den vorhandenen Besitz- ungen der Eberbacher in Limburg noch weitere. Abt Richolf von Eberbach, der 1284 oder 1285. starb, erkannte die Bedeutung Limburgs für die Besitzungen des Klosters an der Lahn uud in der Nähe derselben; daher richtete er den Limburger Hof des Klosters ein; dorthin sollten die Pachten eingeliefert, von dort aus die umliegenden Höfe beaufsichtigt werden. ²) Unter Abt Hein- rich II.,(1285— 1290), hat der Scholaster Heinrich von Limburg dem genannten Kloster seine Mobilien vermacht; unter Abt Wilhelm,(13 10— 1346), wurde dann die Klosterrezeptur von Ha- damar nach Limburg verlegt und einem Mönche die Verwaltung übertragen.„Damit der Mönch der Stadtkirche nicht beschwerlich falle und die Limburger Residenz jener zu Boppart nicht nachstehe, beschloss Abt Wilhelm auch hier eine Hofkapelle zu errichten und legte 1322 den Grund dazu.“³) Dietrich, ein Burgmann von Laurenburg, und seine Gattin Gertrude schenkten der Kapelle ihr Gut in Hattenhausen. Bär vermutet, dass die Stadt anfangs dem Bau Hinder- nisse bereitet habe; endlich erneuerten 1324 der Stadtrat uud die ganze Bürgerschaft nach dem- selben Autor den vormaligen Consens und bewilligten die feierliche Einweihung, worauf Erzbi- schof Balduin dem Kloster erlaubte, die Kirche von einem beliebigen rechtmässigen Bischofe einweihen zu lassen; doch sollte der Gebrauch der Kapelle auf Privatandacht eingeschränkt werden. Es folgten weitere Schenkungen am Platze selbst: Scholasticus Hertwig in Limburg überliess dem Kloster eine Reihe von Zinsen und Gilden; die Beghine Hildemund vermachte ihr Haus dem Klosterhof gegenüber der Abtei; 1336 erhielt das Kloster von einer gewissen Kuni- gunde und deren Kindern Häuser in Erbpacht; 1337 kaufte es das der Kapelle gegenüber lie- gende Haus von dem Geistlichen Dylo und 1339 eine Hofstätte an der Kapelle.4) Zu diesen Erwerbungen in Limburg selbst kamen die nicht minder bedeutenden in den umliegenden Orten, so dass der Klosterhof in Limburg eine immer wachsende Bedeutung für die Abtei gewann.
Aus der Regierungszeit Gerlachs II. enthält das städtische Archiv auch die ältesten Ur- kunden über das spätere Kloster Bethlehem; es sind die 3 Urkunden von 1339, 14. Mai.
Anm. ¹) Staatsarchiv in Wiesbaden. S. die Verschreibung Gerlachs in Corden I. c. Bd. 2§ 145. Anm. ³) Bär, Diplom. Geschichte der Abtei Eberbach, herausgeg. von Rossel Bd. 2 pg. 183 ff. Anm. ¹⁹) Bär 1. c. pg. 322.
Anm. ⁴) Bär, 3. Bd. pg. 24 und 34.


