Aufsatz 
Sefer Maassei Choscheb : die Praxis des Rechners ; ein hebräisch-arithmetisches Werk des Levi Ben Gerschom aus dem Jahre 1321 / zum ersten Male hrsg. und ins Dt. übertr. von Gerson Lange
Entstehung
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XII

Er erübrigt noch, einiges über die dieser Veröffentlichung zu Grunde liegenden Handschriften zu sagen. Zur Verfügung standen durch die freundliche Vermittelung der hiesigen Stadt- bibliothek 3 Manuskripte, der Codex 35 der Münchner Hofbiblio- thek, ein Foliosammelband, in dem unser Maasei Choscheb aller- dings nur lückenhaft vorhanden ist. In italienischer Cursivschrift geschrieben, bot er insofern manche Erleichterungen, daß die Aehnlichkeit des 2 und d sowie das und, die in den anderen Handschriften die manchmal störend wirkte, wo in den Rech- nungen beide Zeichen vorkommen, hier wegfielen. Auch der Codex 67 der Münchner Hofbibliothek, gleichfalls Foliosammelband, ist lückenhaft, doch nur am Schlusse des zweiten Teils. Jedoch sieht man, daß keine Seite fehlt, der Abschreiber hat ein Stück des 5ten Kapitels und das ganze 6te fortgelassen. Die Lücken der anderen Handschrift rühren von fehlenden Seiten her. Er stammt aus dem Jahre 1573 und scheint mit der dritten benützten Handschrift in irgend welchem Zusammenhang zu stehen, einige, ganz offenbar fehlerhafte Lesarten stimmen in beiden sehr genau überein, wie man aus den Fußnoten zum hebr. Text ersehen kann. Die dritte Handschrift, die der Wiener Kgl. Bibliothek gehört, ist ein Quartband, in deutscher Cursivschrift geschrieben, aus dem Jahr 1462. Sie ist am vollständigsten, und ihr Text ist i. a. der Veröffentlichung zu Grunde gelegt. An das sechste Kapiel des 2ten Abschnitts schließt sich in ihr noch eine Reihe von wonv, Aufgaben, an, deren drei letzte in der zweitgenannten Münchmer Handschrift auch vorhanden sind. Wir mußten sie einer späteren Veröffentlichung vorbehalten, da es aus gewissen Gründen nicht möglich war, sie jetzt mit zu veröffentlichen. Es existieren noch einige handschriftliche Exemplare des Werkes, die leider nicht zugänglich waren. Durch die Freundlichkeit eines Kollegen war es zwar möglich, eine Stelle des Pariser Manuskripts zum Vergleich heranzuziehen, aber die Handschrift selbst konnte nicht nach Frankfurt gesandt werden. Die Münchner Codex 35 ist im folgenden mit M. I, der Nr. 67 mit M. II, die Wiener Handschrift mit W. bezeichnet, die Pariser Handschrift, die nur an einer Stelle in Betracht kommt und dort mit W. übereinstimmt, ist nicht besonders angegeben. Immer, wo die hebräischen Buch- staben unsern unbestimmten Zahlen a, b, c u. s. w. entsprachen,