Aufsatz 
Die Schulen im Bistum Lüttich im 11. Jahrhundert / vom ... Dute
Entstehung
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Italien, machte ihn zum Bibliothekar und Kanzler, und ſandte ihn 1053 mit einer Geſandt⸗ ſchaft nach Conſtantinopel. Er ſoll die Schrift abgefaßt haben, welche dem Kaiſer Michael Cerularius überbracht wurde ¹). Auch über das Meer ſandte Lüttich ſeine Schüler. Wir finden in England: 16. Adelard von Lüttich als Cultusminiſter König Harolds ²). 17. Leofric, Biſchof von Exeter). 18. Thonos. Erzbiſchof von York, berühmt wegen ſeiner Kenntniſſe in der Aſtronomie und Muſik). Vielleicht ſtammen auch aus Lüttichs Schulen:

19. Hermann v. Lothringen, Biſchof von Wilton). 20. Robert von Lothringen, Biſchof von Herford), einer der bedeutendſten Aſtronomen und Mathematiker ſeiner Zeit.

Als Aebte ſind zu nennen:

21. Seifried von Tegernſee, welchen Heinrich III. von Lüttich dorthin berief).

22. Stephan von Airi, einer der berühmteſten Aebte des elften Jahrhunderts).

23. Johannes zu St. Bertin in St. Omer), aus Lobach.

24. Folkuin in St. Vincent in Metz ¹⁹), aus Gembloux.

25. Wilhelm mit dem Beinamen Walo, Schüler Adelmanns, wird erſt Abt von St. Arnulf in Metz ſpäter von St. Rémi in Rheims ¹).

26. Adalbero), Mönch von St. Hubert, wird auf Bitten des Biſchofs Elinandus von Laon Abt von St. Vincent.

27. Abt Everhelm von Hantmont, Schüler Poppo's von Stablo W. 341.

28. Cuno, Abt von Sigeberg, welchem Ruprecht von Deutz ſeinen Commentar zur Geneſis widmete ¹³).

Vorzüglich aber wurden Lütticher Schüler überall begehrte Lehrer, und man hat Lüttich daher treffend ein Seminar genannt ¹¹).

Unter den vielen*) Lehrern, die aus Notkers Schule hervorgingen, war

1. Hubald in St. Genofeva in Paris ſo beliebt geworden, daß die Canoniker dieſes Kloſters den Biſchof Notker bei deſſen Anweſenheit in Paris 1006 baten, dem nach Haus zurück⸗ berufenen Lehrer, wenn auch nur einen Monat im Jahr, das Unterrichten in St. Genofeva wieder zu geſtatten**). Derſelbe Hubald wurde von Biſchof Balderich einige Zeit als Lehrer nach Prag geſchickt.

Otbert ging nach Aachen mit mehreren andern.

.. Durandus nach Bamberg ¹.

Der erwähnte Biſchof Maurilius wurde, nachdem er in Lüttich ausſtudirt hatte, Scho⸗

laſter in Halberſtadt*³).

. Der ſpätere Abt Dietrich I. von St Hubert ward zuerſt als Lehrer nach Stablo, dann

nach St. Vannes in Verdün, zuletzt nach Mouſſon berufen*9).

. Als Heinrich III. 1053 einen tüchtigen Scholaſticus für Fulda brauchte, wandte er ſich an Biſchof Dietwein von Lüttich; dieſer will anfangs Dietrich hinſchicken, als derſelbe jedoch um dieſe Zeit Abt wurde, ſendet er Stephan, den ſpätern Abt von St. Lorenz*).

7. Den Scholaſter Algerus an St. Bartholemäi bemühten ſich verſchiedene deutſche Biſchöfe vergeblich als Lehrer zu gewinnen*¹).

. 90 o

¹) H 7,480. 2) Freemanthe Norman conquest I. 443 Harold brought over Adelard of Lüttich to be the head of the educational department of his foundation and to be the general adviser in the whole work. 3) W. 347. 4) H. 8,641. 5) Freeman I. 83. 6) H. 8,414. 7) W. 347. 8) H 8,39. 9) Cr. 137. 10) Cr. 113. 11) H. 8,305 ff. 12) H. 7,23 und 290. 13) H. 7,19. 14) Cr. 97. 15) S. 7,206 multi praeterae sub tanto patre enutriti, religione et studiis liberalibus diversa illustravere loca. 16) S. 7,205. 17) ibid. 18) W. T5. 19) Il. 7,22 20) S. 12,45. 21) W. 349.