Aufsatz 
Die nordische Gestalt der Nibelungensage und die neuere Nibelungendichtung / von Landmann
Entstehung
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Die Episode vom Herzen des Koches Hialli ist hier der Kürze wegen übergangen. In Atlkv. 26 heißt der Nibelungenhort in wörtlicher Ubersetzung hodd Niflunga.

³³) Nach Oddrünargrätr 32 ist diese Natter die Mutter Atlis(vgl. Anm. 8). Oddrün, eine Schwester Bryn- hilds, die heimliche Geliebte Gunnars nach deren Tode(Sig. III 56 prophezeit Br. dem G.: ‚Sie wird dich lieben wie ich es gesollt!), die ihm auch die Harfe gebracht, was nach VS. Gudrun thut, während Sn E. nur die heim- liche Überbringung(leyniliga) erwähnt. Am entsprechendsten ist die Darstellung der VS., welche die in Sn E. nicht ausschließt.

³⁴) Atlakv. 32 43. Atlamàl 65 102. VS. c. 38. Die beiden folgenden Stellen führe ich als Beispiele nordischer Spruchweisheit an:

i kné gengr hnefi, ef kvistir pverra.(69) létt hon ser gerdi, lék hon tveim skiöldum.(70) 55) hlut veld ek minum, hoelumk ekki.(81)

(Vgl. reν, r jjuaorov, ode dovriycouai, Aesch. Prometheus 266. Es ist der uralte Trotz der in sich selber das Gesetz suchenden Seele gegen das waltende Schicksal).

⁵⁰) Atlm. 28 sind 2 Söhne Högnis(Saevarr und Sôlarr) erwähnt, die mit auf die Heerfahrt gezogen seien, Atlkv. ein ‚Högnis Erbe, der dem Niflung der VS.(c. 38) und dem Giüki in Drâp Niflunga entsprechen würde. Nach ThS.(c. 393) erzeugt der todwundes Högni einen ‚Sohn der Rache, den Aldrian, der dann später den nach dem Nibelungenhorte gierigen Attila in den Berg einschließt, darin derselbe verborgen sei, worauf er der im Nibelungenlande lebenden Brunhild() Meldung von der vollzogenen Rache macht(ThS. 423 427). Ubrigens sind die Quellen auch in der Angabe der Zeit, die zwischen dem Tode Högnis und Gunnars und der Rache liegt, welche Gudrun an Atli nimmt, in starkem Widerspruch.(Vgl. Anm. II 13).

57) atti àdr kappi, illr var missir. Atlamal 98.

88)Knörr mun ek kaupa ok kistu steinda,

vexa vel blaeju at verja pitt liki,

hyggja à pörf hverja, sem vit holl vaerimt. TEein a 25 Atlamal 101.

In Atlakv., VS. und der Skälda läßt Gudrun Feuer an den Saal legen und so den Atli und alles Volk, das da- rinnen war, verbrennen.(Vgl. den Saalbrand in ThS. und NL. und Anm. II 55).

) SE. Prosaeinleitung zu Gudrünarhvöt und die Prophetie in Sig. III 60 f. Sn E. Sk. 42. VS. 39 f. ÜUber Schwanhilds Schönheit s. bes. Sig. III 53:

Thar er maer borin, môdir foedir, mun hvitari er enn heidi dagr Svanhildr vera, sôlar geisla

(heller als der heitre Tag, als die Strahlen der Sonne). Khnlich Gudr. hv. 15. Nach der Skälda wird Schwan- hild im Walde von Jörmunrek selbst und seinem Gefolge überritten(vgl. Gudr. hv. 2 und Hamd. 3). Die Geschichte von dem gerupften Habicht hat Jordan mit großem Geschick in Hildebrands Heimkehr verwertet.

*0) SE. Gudrünarhvöt und Hamdismaäl,(Sig. III 60 f.) Sk. 42. VS. 41 f. Den ins Märchenhafte über- gehenden Streit der Brüder habe ich nur kurz berührt, ebenso das Werfen mit Steinen, wo Eisen nicht schadete. Daß dies auf den Rat Odins geschieht, ist ein naheliegender Abschluß. Sn E. schließt mit den Worten ‚Und nun war Giukis Geschlecht und ganze Nachkommenschaft tott. Aber:Von Sigurd lebte noch eine Tochter, die Aslaug hieß und bei Heimir in Hlymdalir erzogen wurde. Von ihr stammen große Geschlechter'(Vgl. Anm. I 30).

) Minnstu, Sigurdr! hvat vit maeltum, er vit à bech baedi sätum, at myndir min môdugr vitja halr or helju, en ek bin or heimi. Hladit êr, iarlar! eikiköstinn, latic hann und himni haestan verda; megi brenna briôst bölvafult, eldr um hiarta, bidni sorgir. Jörlum öllum ôdal batni, snôtum öllum sorg at minni, at petta tregrof um talich vaerié.

Gudrünarhvöt 1921.