Aufsatz 
Die nordische Gestalt der Nibelungensage und die neuere Nibelungendichtung / von Landmann
Entstehung
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lch eitiere zum Schluß der eig. Sigfridsage diese letzte Strophe des Eddaliedes ‚Brunhilds Todesfahrt', auf dessen bedeutsamen Inhalt unten(Anm. II 5) noch etwas näher einzugehen sein wird.

*) Man vgl. die Worte Grimhilds(ThS. 348) ‚Hier steht dein goldbeschlagener Schild heil, und nicht ist er zerhauen, und dein Helm ist nirgends zerbrochen. Wie wardst du so wund? Du mußt ermordet sein! Wüßte ich, wer das gethan hätte, so möchte ihm das wohl vergolten werden und auf die Einwendung Hagens, ein wilder Eber habe ihm den Todesstreich gegeben: ‚Derselbe Eber bist du gewesen, Hagen, und niemand anders. mit NL. 953. Da die vielfach wörtliche Ubereinstimmung der ThS. mit dem NI., an dieser Stelle zum ersten Male stärker hervortritt, so bleibt von hier ab in der UÜbersicht(c. 15) die Vergleichung mit der ersteren für den Rahmen der ‚Anmerkungen vorbehalten.

4⁵) Kürzeste Darstellung in SE. Draâp Niflunga und Sn E. Sk. 42.

⁴6) SE. Gudr. I 1 22 und Gudr. II 115. VS. 32. In NIL. und ThS. bleibt Krimhild in Worms(ThS. Ver- niza) zurick; der Schatz wird von Nibelungenland geholt und(NL. 1077) ze Lôche(Lochheim) in den Rin ver- senkt. Unter Thora haben wir uns die zweite Gemahlin Alfs nach dem Tode der Hiördis zu denken. Jedenfalls späte Erfindung.

4) ‚sali sudroena ok svani danska(Gudr. II 14)

....... that er their bördusk Sigmundr ok Siggeirr sudr à Frvi(ib. 16). S. Anm. 8 und vgl. Zs. f. d. Phil. II 467 u. III 38.

¹8) SE. Gudr. II 16 44. VS. 32. ThS. c. 356 358(NL. 1083 1324). In ThS. nimmt Grimhild(Gudrun) die durch Osid überbrachte Werbung sofort an, da Attila, ein so reicher und mächtiger König sei; aber in Susat beweint sie jeden Tag ihren lieben Mann Sigurd den schnellen(Sigurd svein). Gram und Grani werden als Geschenke vergeben.

¹⁰) SE. Atlakvida 1 13. Atlamäl 1- 40. VS. c. 33 35. ThS. 359 370(N.. 1327 1650). Nach Atlkv. 8 sendet G. einen Ring mit Wolfshaar(Drãp Nifl. den Andvaranaut), nach Atlm. Runen, die Vingi fälscht. Die Versprechungen, welche die Boten(in Atlakvida heißt der Bote Knefrödr, in Atlamal Vingi) überbringen, und die Warnung, die Gudrun den Brüdern sendet, lassen bereits die grundverschiedene Auffassung des Motivs der Rache in der nordischen und deutschen Weiterbildung der Sage erkennen(s. Anm. II 55). Gemeinsam ist hier die Erwähnung warnender Träume und sonstiger übler Vorzeichen, insbesondere das Abbrechen jeder Brücke,

die zur Heimkehr führen könnte. Man vergl.(Atlamäl 35):

Rôa nämu riki, rifu kiöl halfan, beystu bakföllum, brugdusk heldr reidir, hömlur slitnudu, haäir brotnudu,

gerdut far festa àdr peir frà hyrfi

mit NL. 1504: unz im daz starke ruoder in siner hende brast. Wie hier Wingi, so muß NL. 1900 Werbel zu Anfang des Kampfes seine Botschaft büßen. Die weit ausgesponnenen Episoden der Heerfahrt, wie sie NI. und dementsprechend auch ThS. enthalten, so z. B. die Begegnung Hagens mit den Meerfrauen(den wisiu wip des NL., den siôkonur der ThS.), jenem verblaßten Abglanz der nordischen Walküren und Schwanenjungfrauen, die Einkehr der Burgunden bei Rüdiger(ThS. Rodingeirr), aus der zugleich ein äußerst wirksames Motiv für die Weiterentwickelung der Sage gewonnen wurde, müssen wir hier übergehen. Nur das sei erwähnt, daß in der ThS. Gislher zugleich mit der Braut auch das Schwert Gram als Gabe empfängt, während Hagen in beiden Dar- stellungen den Schild des Herzogs Nuodung(Naudung) davonträgt.

6⁰) SE. Atlakv. 14 31. Atlam. 41 64. VS. c. 36 f. ThS. c. 371 393(NI. 1653 2316). Die Uber- einstimmungen zwischen NL. u. ThS. einerseits und den nordischen Darstellungen andererseits können sich hier natürlich nur auf Kußerlichkeiten, wie z. B. den Schlangenhof(ormagard) der ThS., beziehen. Übrigens erscheinen in ThS. die Grausamkeiten des rachsüchtigen Weibes, wie sie aus dem NL. bekannt sind, noch bis ins Maßlose

gesteigert. 51) Ut gekk hon sidan ypdit litt hurdum, fôra faelt beygi, ok fagnadi komnum. . Atlamäl 45. 32) Rin skal râda rôgmalmi skatna, svin, âskunna arfi Niflunga.

Atlakvidaa 27.

Vgl. NL. 2308, 3 f.:. den scaz den weiz nu niemen, wan gôt unde min:

der sol dich, vâlandinne, immer wol verholen sin.

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