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Das bloße Schwert zwischen den Verlobten(Sigurdarkvida III 4, 5, 28. Brynhildarkv. 18. Helreid Brynh. 13, Sn E. u. VS. 27) ist übrigens eine altgermanische Sitte; s. Grimm, Rechtsaltert. p. 168. 34) SE. Sigurdarkv. III.— Sn E. Sk. 41.— VS. c. 28 f. 45) Ein sat hon üti aptan dags, nam hon svâ bert orch um at maelask: hafa skal ek Sigurd eda pô svelta,
mög frumungan, mer à armi.
Ord maeltak nü idrumk eptir pess;
kvân er hans Gudrün en ek Gunnars,
liétar nornir skôpu oss langa prät.
Sig. III 6. f.
36) Vgl. Anm. 30. 8n) Ut gekk Sigurdr andspjalli frä
hollvinr lofda ok hnipnadi,
svàâ at ganga nam gunnarfüsum
sundr of sidur serkr iärnofinn.
3s) Man beachte wohl, daß, wie in der Anm. 35 mitgeteilten Probe aus Sig. III die Eifersucht, so hier wie in Brot af Brynh. 10 f. die Herrschsucht als Motiv der Rache erscheint.
3c) SE. Sigurdarkv. III. Brot af Brynhildarkv. Gudrünarkv. II 1— 12. Helreid Brynhildar.— VS. c. 29— 31.— NgS. c. 9.
4⁰) Die Ermordung im Bette wird VS. in Übereinstimmung mit Sig. III 24, Gudrünarhvöt 17, Hamdismàl 6, sowie Sn E. Sk. 41 erzählt, während in Gudr. II 4—8 und in Brot af Brynh. 11(Soltinn vard Sigurdr sunnan Rinar, südlich am Rheine) die Erinnerung an den Mord im Freien durchbricht, wie er auch in dem VS. c. 25 erzühlten Traum der Gudrun vorgedeutet ist und in dem Prosaanhang zu Brot af Brynh. und in Ng S. in be- wußtem Gegensatz zu der nordischen Darstellung als Bericht deutscher Männer(bydverskir menn) erzählt wird.— „War die Leiche des im Walde erschlagenen Helden der Gudrun heimgebracht, so lag es nahe, sie auf das Lager des Gatten getragen und von den Thränen der Witwe benetzt zu denken; der Versuchung, ihn selbst noch einige Worte an die Trauernde richten zu lassen, widerstand das poetische Interesse nicht auf die Länge der Zeit, und so stellte sich von selbst jene andere Form der Ermordung ein, wo Sigurd neben der Gattin ruhend zum Tode verwundet wird’(Wilken p. CV).
41) Hlô pà Brynhildr— boer allr dundi— einu sinni af öllum hug: ‚vel skolud niôta landa ok pegna,
er bêr froeknan gram falla lêtud“. Brot af Brynh. 9(ähnlich Sig. III 30).
⁴2²) Daß auch Sigurds dreijähriges Söhnchen— Sigmund— getötet und, wie auch Guthorm, mit verbrannt worden sei, gehört zu jener romanhaften Ausschmückung der Sage, die durch Massenwirkung— auch Knechte und Mägde, Hunde und Habichte werden mit verbrannt— zu imponieren sucht. Wenn die neuere Nibelungen- dichtung an die Stelle dieses gesamten Apparates das Walkürenroß Grani setzt, so verrät sie mit diesem einen Zug ein Verständnis des Sagengehaltes, das den Hütern der Sage im Mittelalter abhanden gekommen war: Der Held und sein Schwert und sein Roß, die besten der Welt, von Odin stammend, aber in dem Nebel der Nacht- welt getrübt, werden durch das einzige Weib, das des Helden würdig gewesen war, den läuternden Flammen übergeben, in denen es selbst die Schuld, die es in seiner Verbindung mit dem schuldlosen Helden auf sich geladen, sühnt. Und das alles auf dem Grund des Mythus von dem Sonnenhelden, der mit dem feurigen Blitz- strahl die Erdgöttin aus dem Winterschlafe erweckt, bald aber, vom Todesdorn getroffen, dahinsinkt, um in dem reinigenden Feuer, das die Geliebte entzündet, mit allem, was er geliebt, zum Urquell des Lichtes zurückzu-
kehren!*) 43) Munu vicd ofstrid alls til lengi konur ok karlar kvikvir foedask; vit skolum okrum aldri slita Sigurdr saman;(sökkstu, gygjarkyn!)
Helreic Brynh. 14.
*) Der Verfaser ist hier wie anderwärts der Versuchung, den Boden der vergleichenden Mythologie zu betreten, aus dem Wege gegangen. Das Notwendigste enthalten u. a. Jordans Epische Briefe“.


