Aufsatz 
Pilzkrankheiten doldenblütiger Gemüsepflanzen. Mit 1 Tafel und 7 Zeichnungen im Text
Entstehung
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herunterging, hatten nachher die Sporen ihre volle Keim- kraft noch. Daß auch die auf den Früchten des Selleries sich vielfach findenden Septoria-Pykniden häufig noch im folgenden Jahre keimfähige und infektionstüchtige Sporen enthalten, hatte Klebahn feststellen können. Dieselbe Tatsache konnte ich auch für die Sporen nachweisen, die in den auf den Früchten der Petersilie sitzenden Pykniden gebildet werden. Petersiliensamen, die mit Septoria-Pykniden besetzt waren, ergaben bei der Keimung blattfleckenkranke Pflanzen.

Bekämpfungsmittel.

Um geeignete Bekämpfungsmaßnahmen treffen zu können, ist zu berücksichtigen, wie die Krankheit sich von Jahr zu Jahr behauptet und wie sie sich während des Jahres weiter ausbreitet. Für das erste Auftreten der Krankheit gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal kann, wie die früheren Beobachtungen lehren, durch die kranken Früchte ein Befall der Keimlinge stattfinden, dann können aber auch die vom Vorjahre in den Saat- und Pikierbeeten, sowie auf dem freien Felde zurückge- bliebenen Krankheitskeime die gesunden Pflanzen infizieren. Daß eine UÜbertragung der Krankheit durch die Früchte statt- findet, dafür sprechen verschiedene von mir im Laufe des. vorigen Jahres gemachte Beobachtungen. Von 40 000 für den Verkauf bestimmten Pflanzen eines Züchters, die in ver- schiedenen Teilen des Gebietes später ausgepflanzt wurden und aus zwei Sorten bestanden, Prager Riesen und kurzlaubiger Apfelsellerie, wurden später sämtliche Kulturen der ersten Sorte blattkrank, während die der zweiten Sorte gesund blieben und nur dann nachträglich befallen wurden, wenn sie in der Nach- barschaft eines schon kranken Feldes standen. In einer Samen- probe der ersten Sorte fanden sich vielfach die Pykniden des. Pilzes, die Samen der zweiten dagegen waren pilzfrei. Ferner ergab die Untersuchung des Saatgutes eines sehr stark von dem Pilz befallenen Selleriefeldes, dessen Pflanzen aus selbstgezüch- teten Samen in Freilandsaaten herangezogen worden waren, daß ein großer Prozentsatz dieser Samen mit den Septoriapykniden besetzt war. Für das Neuauftreten der Krankheit in einer Gegend kommt wohl nur diese Art der Ubertragung durch die Samen in Betracht.