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sich zeigen, ob durch künstliche Infektionen diese Ergebnisse noch erhärtet werden können.
Infektionsversuche.
Um zunächst Klarheit darüber zu gewinnen, ob der Stengel- pilz der Petersilie mit dem Blattpilz identisch ist, wurden gesunde, kräftige Keimpflanzen der Petersilie mit Fhabdo- spora-Sporen geimpft. Das nötige Sporenmaterial boten wieder die weißlichen, aus den Pykniden hervortretenden Ranken auf den Petersilienstengeln. Sie wurden in Wasser aufgelöst und die in großer Menge in dem Wasser vorhandenen Sporen ver- mittels eines feinen Pinsels auf die Blätter der Keimpflanzen übertragen. Die Pflanzen wurden unter Glasglocken gehalten, unter denen sie sich gut entwickelten. Fast genau einen Monat später waren an den geimpften Blättchen graue Stellen zu erkennen, die oft den größten Teil des Blattes einnahmen und auf denen sich ein paar Tage später die Pykniden mit den charakteristischen Sporen in großer Zahl entwickelten. Kon- trollpflanzen, die natürlich genau unter denselben Bedingungen gezogen wurden, blieben völlig uninfiziert. Schon ein paar Tage nach dem Auftreten der Infektion welkten die kranken Blättchen und starben ab. Das Resultat war völlig einwand- frei, und ein Zweifel kann nicht mehr bestehen, daß der Stengel- pilz der Petersilie in gleicher Weise auch die Blätter befällt.
Es galt nun weiter zu prüfen, ob Septoria Petroselini den Sellerie, beziehungsweise Septoria Petroselini var. Apii die Peter- silie infiziert. Ende Oktober vorigen Jahres impfte ich einzelne gesunde Selleriepflanzen, die zu dem Zwecke eingetopft waren, mit den Sporen von Seploria Petroselini in derselben Weise wie in dem oben beschriebenen Versuch. Die Pflanzen wurden acht Tage unter Glasglocken gehalten und zeigten nach einigen Wochen hier und da kleine Flecken an einzelnen Blättern, ohne daß jedoch Pykniden gebildet wurden. Da ich nicht sicher war, ob bei der starken Verbreitung des Pilzes in hiesiger Gegend die Pflanzen nicht schon vorher infiziert waren, wurde der Versuch wiederholt. Mehrere ältere Pflanzen, die auch nach anderthalbmonatlichem Wachsen in Töpfen keine Spuren einer Infektion zeigten, wurden teils mit Sporen von Septoria Petroselini, teils mit den Sporen des Selleriepilzes ge-


