Aufsatz 
Pilzkrankheiten doldenblütiger Gemüsepflanzen. Mit 1 Tafel und 7 Zeichnungen im Text
Entstehung
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Mitte der älteren Kulturen entstehen dichte Pyknidenanhäufungen aus einem dickfädigen, braunen Hyphengeflecht, nach der Peri- pherie zu und auch ins Innere des Agars verlaufen spärlicher die braunen Hyphen. Auch im Innern des Agars werden Pyk- niden gebildet, die ihre Sporen in Tropfen in den Agar hinein entleeren. Die an der Oberfläche sitzenden Pykniden lassen ihre Sporen in weißlichen, dann ziegelgelben Tropfen austreten. Später sind oft die ganzen Kulturen von den flüssigen Sporen- massen überzogen. Luftmycel bildet sich überall auf den älteren Kulturen und weist bei den drei Pilzen keine Unterschiede auf; es ist je nach der Beschaffenheit des Nährbodens etwas ver- schieden in der Färbung, manchmal mehr grauweiß, mitunter auch reinweiß. Die in den Pykniden sowohl wie an den Hyphen gebildeten Sporen stimmen bei den Pilzen in der Gestalt völlig mit- einander überein. Man findet gerade, gekrümmte oder schwach S-förmig gebogene. In der Größe scheinen jedoch die auch in der Natur beobachteten Unterschiede zwischen dem Selleriepilz und den Petersilienpilzen zu bestehen. Von ersterem wurden Sporen bis zu 61 ½G Länge, von letzteren bis zu 50 Länge beobachtet.

Zusammenfassend komme ich nach den Beobachtungen der Pilze in den Reinkulturen auf demselben Nährboden und unter gleichen Bedingungen zu dem Schluß, daß wesentliche Unter- schiede in der Keimung der Sporen, in der Entwicklung und Beschaffenheit des Mycels und in der Entstehung der Sporen an freien Hyphen nicht bestehen, daß sich jedoch der Sellerie- pilz und die Petersilienpilze durch ihre in den Reinkulturen entstandenen Pykniden deutlich unterscheiden. Die Unterschiede hierin sind so charakteristisch, daß die Annahme berechtigt erscheint, daß wir es in dem Selleriepilz und den Petersilienpilzen mit zwei verschiedenen Arten zu tun haben, die allerdings wegen ihrer Ubereinstimmung in vielen wesentlichen Punkten als nahe verwandt zu betrachten sind. Die Beobachtung lehrt aber auch, daß Pilze, die in der Natur sich kaum voneinander morphologisch unterscheiden lassen, in den Reinkulturen deutliche Unterscheidungsmerkmale zeigen können. Septoria Petroselini Desm. und Rhabdospora nebulosa verhalten sich jedoch in den Reinkulturen so übereinstimmend, daß die Annahme ihrer Identität noch mehr an Wahrscheinlichkeit gewinnt. Es muß