— 12—
Düngung in überaus fruchtbares Gartenland umgewandelt ist, findet sich auf den Abhängen ein etwas weniger fruchtbarer Boden, der stark kalkhaltig, vielfach sandig ist und an gewissen Stellen einen tonigen Untergrund zeigt, der geeignet ist, dem Boden einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt zu bewahren.
Nur selten werden von den hiesigen Gärtnern Samen ge- züchtet, meist werden sie aus den hiesigen oder auswärtigen Samenhandlungen bezogen. Die beliebtesten Sorten sind Prager Riesen, Frankfurter Kohlrabi und kurzlaubiger Apfelsellerie.
Die Kultur der Petersilie ist bedeutend einfacher und er- fordert viel geringere Sorgfalt. Sie ist eine ziemlich anspruchslose Pflanze und gedeiht noch an Stellen, wo für andere Gemüse- pflanzen kein Fortkommen ist. Man sät sie gewöhnlich im Frühjahr ziemlich dicht in Reihen. Den ganzen Sommer über kann sie in gewissen Zeitabständen geschnitten werden. Nicht selten läßt man einen Teil der Pflanzen über den Winter stehen, um von ihnen im folgenden Jahre Samen zu ziehen.
Das Krankheitsbild.
Meist schon von weitem ist ein stark von Sepltoria be- fallenes Selleriefeld an der großen Zahl fleckiger, beziehungsweise vergilbter Blätter zu erkennen. Da die stark erkrankten Blätter frühzeitig zu Boden sinken und nur die wenig oder gar nicht, befallenen noch aufrecht stehen, erhält die Pflanze ein eigen- artiges Aussehen. Die Infektion geht stets von den äußeren Blättern aus und schreitet nach innen fort, so daß bei nicht allzu starkem Befall die inneren Blätter bis zu einer gewissen Größe ohne äußerlich sichtbare Schädigung heranwachsen können. Mitunter jedoch verraten auch sie schon sehr bald die Zeichen der Krankheit und werden dann naturgemäß besonders leicht zum Absterben gebracht. Die Flecken, die in Gestalt und Größe variieren, sind heller oder dunkler braun gefärbt, schließlich innen ausbleichend. In der Umgebung der Flecken, die meist scharf umschrieben sind, vergilbt das Blatt bald und stirbt bei stärkerem Befall binnen weniger Tage ab. Auf beiden Seiten der Flecken entwickeln sich früher oder später die schwarzen, punktförmigen Pykniden. Oft entstehen sie schon in einem noch ziemlich parasitären Stadium des Pilzes, ehe noch die Blatt- flecken sichtbar werden, und zwar mitunter so zahlreich, daß


